Ayaan Hirsi Ali: “Die Linke hat die Idee des Individuums verraten (…) das ist traurig”

Oktober 31, 2006

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Ayaan Hirsi Ali – seit van Goghs Ermordung bedroht

Sie schrieb mit dem später ermordeten Theo van Gogh das Drehbuch zu dem Film “Submission”. Seitdem wird sie mit dem Tode bedroht. Jetzt lebt und lehrt die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali, die aus den Niederlanden vertrieben wurde, in USA. In einem Interview mit der österreichischen “Die Presse”, das unter konspirativen Bedingungen zustande kam (sie wird von Bodyguards beschützt) kritisiert Hirsi Ali die Linke. Auszug:

Die Presse: Sie haben die Niederlande verlassen und arbeiten in den USA am American Enterprise Institute, einem Think Tank der Neocons. Schon in den Niederlanden waren Sie für die Konservativ-Liberalen im Parlament. Begonnen haben Sie aber sozialdemokratisch. Warum der Frontenwechsel?
Hirsi Ali: Ich fühle mich sehr betrogen. Die Linke hat in meinen Augen die Idee des Individuums verraten, die Emanzipation der Frau und die Emanzipation von der Religion. Früher brachten Sozialdemokraten die Menschen in Europa dazu, sich ihrer Rechte bewusst zu werden, den Absolutheitsanspruch der Kirche hinter sich zu lassen. Heute aber wagen sie es nicht, den Islam zu kritisieren, wenn ich es tue, beschuldigen Sie mich, zu polarisieren. Frauen wie ich bekommen Unterstützung von konservativer und rechter Seite, von der Linken werden wir im Stich gelassen. Das ist traurig.
Die Presse: Und der Feminismus in Europa?
Hirsi Ali: Ich bin verstört über die Apathie. Feministinnen engagieren sich im Konflikt zwischen Israel und Palästina oder gegen die ,gläserne Decke’. Gleichzeitig leben in Europa Frauen, die gar keine Rechte haben, zwangsverheiratet, verstümmelt werden, nicht das Haus verlassen dürfen, den Schleier tragen müssen – und keine feministische Bewegung steht auf und sagt: Das können wir nicht akzeptieren!
Die Presse: Wie stehen die Chancen für einen muslimischen Feminismus im Westen?
Hirsi Ali: Es entwickelt sich etwas, aber ich glaube, es wird nicht nur von Musliminnen kommen, weil nicht nur sie betroffen sind. Immer mehr westliche Frauen achten in Stadtvierteln mit sehr vielen Moslems schon darauf, Arme und Beine zu bedecken. So kommen langsam Praktiken, die Geschichte waren, durch die Hintertür zurück.
 

Robin Rüttgers

Oktober 31, 2006

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Jürgen Rüttgers

CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, das soziale Gewissen der Partei, der Anwalt der Entrechteten, ein Robin Hood im Sherwood Forest der deutschen Sozialdemontage? In vier Wochen ist Bundesparteitag. Und hier will Rüttgers durchdrücken, dass die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes wieder stärker an die Dauer der Beitragszahlung gekoppelt wird. “Sozialpolitischer Sprengstoff”, sagt der langjährige CDU- und Rüttgers-Kenner Helmut Breuer heute in der WELT. Das Wahlvolk jubelt Robin Rüttgers bereits zu: Bei einer Landtagswahl würden 41 Prozent die CDU wählen, dagegen würden nur 29 Prozent der CDU ihre Stimme bei der Bundestagswahl geben. Wenn Rüttgers jetzt auch noch sagt, wie er das alles bezahlen will, jubeln wir alle mit.

ARD-Reporter Christoph Maria Fröhder: “Glaube, dass Fotos absichtlich lanciert worden sind”.

Oktober 30, 2006

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Christoph Maria Fröhder 

Dieser Beitrag lief nicht über Agenturen. Er erschien heute in der Provinzzeitung “Stader Tagblatt” unter der Überschrift “Verteidigungsminister redet Krise herbei”. Wir geben den Artikel hier ungekürzt weiter:

“Bremerhaven (uh). “Die Krise wird herbeigeredet – auch von unserem Verteidigungsminister”, sagt Christoph Maria Fröhder. Der mehrfach ausgezeichnete Krisenreporter der ARD bezog am Wochenende im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven zum Foto-Skandal Stellung.

In den Achtziger Jahren reiste Fröhder häufig durch Afghanistan und wurde dort auch Zeuge einer Massenerschießung von sowjetischen Soldaten nördlich von Kabul. “Die Leichen wurden notdürftig verscharrt.” Laut Fröhder sind die Fotos deutscher Soldat mit Skelett-Teilen an diesem Tatort aufgenommen worden. Fünf Jahre nach der Massenexekution sei er noch einmal in der Grube gewesen: Afghanen suchten dort nach Orden, verkauften Uniformteile, auch Totenschädel. Das müsse man wissen, wenn man jetzt von einer Krise rede, ja sie herbeirede. “Ich vermisse eine präzise Aufklärung.” Auch ein Soldat habe gewisse Grundrechte.

Die Poltik gehe der Kampagne der “Bild”-Zeitung auf den Leim, deren Berichterstattung nur auf die Sensation zugeschnitten sei. Fröhder: “Es ist Spekulation, aber ich glaube, dass die Fotos absichtlich lanciert worden sind. Passend zur Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes durch den Bundestag.”

Anmerkung zum letzten Satz: Hans-Christian Ströbele (Grüne) hat ja bereits den Abzug der Bundeswehr gefordert.

PS: Fröhder ist ein alter Hase, der schon 1975 die ersten Fotos der Gräueltaten der Roten Khmer aus Kambodscha schmuggelte (in einem vergipsten Arm). Das erregte seinerzeit die Linken ganz ungemein, denn sie fanden die “Volksmacht” am Mekong natürlich prima. Fröhder wurde wüst der Fälschung beschuldigt, am Ende erwies er sich als der erste Warner vor den Killing Fields, die dann bekannt wurden.

 

Australien-Mufti, der Frauen mit Fleisch verglich: Trete erst zurück, wenn die Welt “vom Weißen Haus gereinigt ist”

Oktober 29, 2006

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Tadj Din al Hilali, Glaubensbrüder

Er verglich unverschleierte Frauen mit unbedecktem Fleisch und erklärte, sie würden zur Vergewaltigung einladen. Australiens oberster Mufti, Tadj-Din al Hilali, machte damit weltweit Schlagzeilen. In Australien fordern große Teile der Öffentlichkeit, darunter auch Premier John Howard, deshalb seinen Rücktritt. Doch die Strafe der islamischen Community ist milde. Die Sydney Lakemba Mosque Association erlegte ihm ein zwei- oder dreimonatiges Predigtverbot auf. Der Mufti erklärt zu Fragen nach seinem Rücktritt, er werde erst abtreten, „wenn die Welt vom Weißen Haus gereinigt“ sei. Sein Sprecher Keysar Trad erklärte, „die Presse sollte nicht so pedantisch mit seinen Worten umgehen“.

Der offensichtliche Frauenverächter (65) hatte schon in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht:

  •  Zum Irak-Krieg: Bush, Howard und Tony Blair stellten eine “Achse des Bösen” dar.
  •  Ein weiteres Mal geriet er in die Schlagzeilen als er Märtyrertum glorifizierte
  •  Den Anschlag auf das World Trade Center bezeichnete er als „Gottes Arbeit gegen die Unterdrücker“

Doch hatte er mit den jüngsten Äußerungen mehr Aufmerksamkeit erregt als je zuvor. Die Äußerungen noch einmal im Wortlaut: „Wenn du ein Stück unbedecktes Fleisch draußen auf der Straße platzierst oder im Garten oder im Park oder im Hinterhof und die Katze kommt und frisst es… wessen Fehler ist das, der der Katze oder des unbedeckten Fleisches?. Das unbedeckte Fleisch ist das Problem. Frauen wiegen sich einladend, tragen Make-up und kleiden sich ungehörig – und dann bekommst du einen Richter ohne Gnade und er verurteilt dich zu 55 Jahren. Das unbedeckte Fleisch ist das Problem. Wenn sie in ihrem Zimmer, in ihrem Heim bleibt, ihr Kopftuch trägt, würde es keine Probleme geben.“

Der Mufti hatte sich „entschuldigt“ und dabei den Papst ironisiert, indem er erklärte, er habe lediglich einen alten islamischen Lehrer zitiert. Premier Howard erklärte dazu: „Wenn die islamische community dieses Problem nicht löst, würde es bleibenden Schaden für die Wahrnehmung der community in der breiteren australischen Öffentlichkeit auslösen. Der Sheik, in Ägypten geboren, kann nicht ausgewiesen werden, er hat die australische Staatsangehörigkeit.

In Australien leben etwa 300.000 Muslime, sie stellen damit 1,5 Prozent der Bevölkerung. Viele von ihnen stammen aus dem Libanon und kamen zwischen 1975 und 1990 während des libanesischen Bürgerkriegs.

Quelle: SydneyTimes.com
 

Ist der Bürger in Uniform eine Illusion?

Oktober 29, 2006

Ist der Bürger in Uniform eine Illusion? – die FAZ bat ihre Leser zur Online-Umfrage. Hier die Antworten:

  • Die Eskapaden sind nur Einzelfälle: 1134 Stimmen - 21,23 %
  • Einsätze in Kriegsgebieten lassen verrohen: 1679 Stimmen - 31,44 %
  • Ein neues Leitbild ist nötig: 751 Stimmen - 14,06 %
  • Das Bild war schon immer schief: 720 Stimmen - 13,48 %
  • An der Front sind andere Dinge gefragt: 1057 Stimmen - 19,79 % 

Insgesamt wurden 5341 Stimmen abgegeben. Was auffällt, sind die differenzierten Sichtweisen.

WamS über Afghanistan: Wir lassen Alliierte allein im Bomben- und Kugelhagel stehen

Oktober 29, 2006

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Christoph Keese

Welt am Sonntag-Chefredakteur Christoph Keese setzt sich in seinem heutigen Leitartikel mit der Bundeswehr und ihrer Rolle in Afghanistan auseinander. Seine Kernthesen:

  • Die Bundeswehr ist um fast 17 Milliarden Euro unterfinanziert
  • Die Höhe des Militärbudgets zeigt heute auch den Grad der Humanität einer Gesellschaft an
  • Wir müssen mehr für die Weltgemeinschaft tun
  • Kanada, die USA und andere Länder sind im gefährlichen Süden im Kampfeinsatz, die Bundeswehr passt im ruhigen Norden auf. Das reicht nicht aus.
  • Moralisch steuert Berlin auf Bündnisverrat zu

Hier geht es zum Volltext des Kommentars.

Focus: Zünder bei fehlgeschlagenen Bahnattentaten hat im Probelauf gut funktioniert

Oktober 29, 2006

Wie Focus aktuell meldet, haben die Zündvorrichtungen für die geplanten Bahn-Bomben in NRW im Probelauf korrekt funktioniert. Das gab einer der beiden islamistischen Verbrecher, Jihad Hamad, jetzt im Libanon zu Protokoll. Die Bomben hätten erheblich mehr Menschen als zunächst gedacht das Leben gekostet.

Die Minus-Merkel

Oktober 28, 2006

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Angela Merkel – Foto. ddp

Die Deutschen wenden sich von ihrer Kanzlerin ab: Nur noch 35 Prozent sind mit Angela Merkels Arbeit zufrieden – gegenüber 64 Prozent im Mai. Im direkten Vergleich würden inzwischen mehr Wähler SPD-Chef Beck als Kanzler bevorzugen, ermittelte TNS Infratest im Auftrag des SPIEGEL. Könnte man den Kanzler direkt wählen, würden sich nur 37 Prozent für Angela Merkel entscheiden, 41 Prozent dagegen für den bodenständigen Pfälzer Kurt Beck. HIER geht’s zum Artikel von Spiegel Online.

 

ARD-Intendant Peter Voß will sich von Muslimen beaufsichtigen lassen

Oktober 28, 2006

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Peter Voß

Der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Voß, hält islamisch geprägte religiöse Sendungen in deutscher Sprache für dringend erforderlich. In der SWR1-Sendung “Leute” sprach sich Voß zudem dafür aus, dass die islamische Minderheit in den Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks “angemessen vertreten” sein müsse. Anlass war die unter dem Motto “Islam – so nah, so fremd” veranstaltete Islam-Woche in Fernsehen und Hörfunk des SWR. Laut SWR strebt Voß zu beiden Vorschlägen eine konstruktive Diskussion im Sender und seinen Aufsichtsgremien an. (Quelle: SAT1): Voß outet sich damit als Dhimmi. Den Dhimmi übersetzt der SWR in seinem extra für die Islamwoche angelegten realitätsfremden Islam-Lexikon fälschlicherweise mit Ausländer. Der Islam bezeichnet dagegen mit diesem Begriff Juden und Christen. Die m.E. geläufige und zeitgemäße Bewertung des Begriffs geben die Welt-Kolumnisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch HIER. Das umfassendste aktuelle Bild der Islam-Ideologie vermittelt immer noch die Website muslima.de.ms, die mit anderen Islam-Propagandaseiten wie salaf.de oder diewahrereligion.de (“Einladung zum Paradies”) verlinkt. Auf der auf muslima.de.ms hinterlegten Artikelsammlung gibt es jetzt einen Hinweis, den man als deutliche Drohung auffassen kann: “Es dürfen keine Textstellen aus dem Zusammenhang gerissen, sinnentstellt wiedergegeben und für islamfeindliche Zwecke missbraucht werden – und Allâh ist Allhörend, Allsehend.” Auf der Website fehlt ein Impressum, die Kontaktaufnahme ist ausschließlich Frauen per Kontaktformular erlaubt. Herr Voß mag das alles sehr entspannt sehen, mir machen diese Seiten Angst.

Nachtrag, 29. Oktober: Hier die offizielle Presseinfo zur Frage der Hinzuziehung islamischer Kompetenz für unser öffentlich-rechtliches Fernsehen. Lese soeben, dass Voß früher als geplant aus dem Amt ausscheide. Das ist eine gute Nachricht. Doch wer kommt danach ?

NDR-Talkshow – Heide Simonis: “Wenn ein Mann eine Frau schlägt, ist das nicht multikulti sondern eine Schweinerei”

Oktober 27, 2006

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Heide Simonis 

Beim Fernseh-Abend eben in die NDR-Talkshow reingezappt und dabei geblieben. Necla Kelek, die bewundernswerte türkische Sozialwissenschaftlerin, hatte gerade das Wort und versuchte, der Moderatorin Julia Timberlake den Unterschied zwischen Multikulti-Vorstellung und deutsch-türkischer Realität zu verdeutlichen.

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Necla Kelek

Auf den Einwand, dass ein Nebeneinander der Kulturen doch möglich sein müsse, stellte die engagierte Türkin klar, wonach sich Menschen in diesem Land zu richten hätten: “Es gibt doch ein Grundgesetz, ein Recht auf Selbstbestimmung, eine Leitkultur”. Bemerkenswert, dass es eine Türkin braucht, das öffentlich zu sagen. Ein weiterer bemerkenswerter Satz Keleks: “Der Islam bildet hier nicht nur eine Parallel- sondern eine Gegen-Gesellschaft”. Erstaunlich die Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis, die Fehler der Politik “nicht nur bei den Grünen” zugab und treffend feststellte: “Wenn ein Mann eine Frau schlägt, ist das nicht multikulti sondern eine Schweinerei”.

 

 

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