Will Anne?
Januar 29, 2007

Anne Will
Die Nachfolge von Sabine Christiansen: Günter Jauch war gesetzt und gab der ARD einen Korb, begründet, wie man später lesen konnte. Der bestgeeignete Nachfolger, kompetent, hart, aber fair – Frank Plasberg. Heute lernen wir, dass Anne Will der Sonntagstermin angetragen wurde. Sie will darüber nachdenken, heißt es. Plasberg werde als zu aggressiv eingeschätzt. Trifft dies zu, will man das sonntägliche Plauderstündchen am Kamin, an dem es sich die Politiker wie bislang gemütlich machen können. Weichspüler-TV? Hoffen wir auf Frank Plasberg.
RAF – Gnade für Gnadenlose? Rund 160.000 Deutsche haben bei Christiansen abgestimmt
Januar 28, 2007

Klar, Mohnhaupt - bald frei?
“Gnade für Gnadenlose?” lautete das Thema bei Sabine Christiansen heute Abend, die gleiche Formulierung, die wir HIER gewählt haben. Es ging natürlich um die vorzeitige Entlassung der RAF-Terroristen. Die TED-Umfrage mit 160.000 Anrufen ergab ein kristallklares Votum: 91 Prozent der Bevölkerung wollen überhaupt nicht, dass Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar freikommen. Ich schließe mich an. Die Terrorfanatikerin Mohnhaupt und ihr Kumpan haben die Taten weder aktiv mit aufgeklärt noch Reue gezeigt. Weshalb sollte man sie freilassen? Der Staat muss sich mit diesen Menschen ebenso wenig “versöhnen” wie mit dem “ganz normalen” Mörder.

Nun ist in der deutschen Rechtssprechung die Erkenntnis verfestigt, dass ein Urteil stets auch die Chance zur Resozialisierung berücksichtigen müsse. Deshalb bedeutet “Lebenslänglich” oft nur 15 Jahre. Fakt ist indes auch, dass weite Teile der Bevölkerung völlig zu Recht der Auffassung sind, dass Täterschutz in diesem Land vor Opferschutz geht. Sexualverbrecher, die nach der Entlassung zu Wiederholungstätern wurden, sind hier ein gern zitiertes Beispiel.
“Der Staat”, das sind wir. Politiker sind lediglich Beauftragte auf Zeit, die umzusetzen haben, was das Volk will. Das wird, wie auch in diesem Fall, oft vergessen. Das obrigkeitsstaatliche Denken steckt wohl zu tief in unseren Genen. Der Staat soll’s richten. Tut er’s nicht in unserem Sinne, ärgern wir uns, auch dies eine ausgeprägte deutsche Leidenschaft (nach “Talcid”-Umfrage Nr. 1 in Europa).
Dominanz in der Deutungshoheit
Januar 28, 2007

Gutmenschliche Demagogin: die Grüne Roth
Warnung: Dieses Stück über Claudia Roth zu lesen, kostet Sie auf jeden Fall zehn Minuten, doch es lohnt sich. Blogger “Turmfalke” nimmt in seinem Beitrag auf Politically Incorrect die grüne Gallionsfigur der Gutmenschen liebevoll auseinander. Die Analyse beschreibt treffend, mit welchen Mitteln die selbsternannte Bundesempörungsbeauftragte die Deutungshoheit zu Themen beansprucht. Die Grüne Roth, über die wir hier immer mal gerne schreiben – siehe HIER – wurde von den WELT-Lesern zur “nervigsten Politikerin 2006″ gewählt. Ein paar wichtige Gründe dafür in diesem Stück.
Gegen Gleichmacherei
Januar 28, 2007

Mittlerweile emeritiert: Erzbischof Dr. Karl Braun
Die Tendenz in der Betrachtung des Islam geht aktuell dahin, ihn mit dem Christentum auf eine Stufe zu stellen und dem “Dialog der Religionen” zu frönen. Ein scharfer Beitrag gegen die Gleichmacherei wurde jetzt von Priester Andreas Mählmann veröffentlicht, Prior im ältesten Priorat Deutschlands, dem Priorat St. Pius X. in München. Mählmann schreibt: “Diese Gleichsetzung widerspricht nicht nur der Heiligen Schrift (…) sondern auch dem gesunden Menschenverstand und ist zudem eine Beleidigung Gottes.”
Mählmann bedauert, dass unter den amtierenden Diözesanbischöfen niemand den Mut habe, so deutlich Stellung zu nehmen wie der mittlerweile emeritierte Erzbischof Dr. Karl Braun. Der hatte gesagt: “Die Frage heißt nicht, warum sollte Deutschland nicht muslimisch werden? Die Frage lautet: Wann ist es soweit.” Hier geht’s zum Beitrag von Mählmann.
Hartz-Urteile
Januar 26, 2007
Ein Hartz-IV-Empfänger aß 30 Mal in guten Düsseldorfer Restaurants, allerdings ohne zu zahlen. Er richtete damit einen Schaden in Höhe von 1.700 Euro an. Heute verurteilte das Amtsgericht Düsseldorf ihn zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.
Der Hartz IV-Erfinder Peter Hartz schädigte sein Unternehmen und damit die Aktionäre von VW um Millionen, schmierte den Betriebsratsvorsitzenden Volkerts mit Zahlungen in Höhe von zwei Mio. Euro, blätterte für dessen Geliebte noch mal 400.000 Euro hin und suhlte sich fröhlich mit Kumpanen im Schampus- und Prostituiertensumpf. Das Urteil gegen Hartz: Zwei Jahre Haft – aber auf Bewährung. Dazu eine Geldstrafe von knapp über 500.000 Euro, die dem vermögenden Hartz (angegebenes aktuelles Monatseinkommen: 25.000 Euro, angelegtes Geld nach eigenen Angaben: 2,7 Mio. Euro) nicht weh tun wird. Dass die Management-Versicherung, die VW den angerichteten Schaden zurück erstattete, jetzt angebliche 2,6 Mio. Euro von ihm zurückfordert, steht auf einem anderen Blatt.
Kommentare?
“Auf dem Weg zur bipolaren Welt”
Januar 25, 2007
Interessante Prognose, die Michael Stürmer heute in der “Welt” stellt. In “Das Reich der Mitte im Cyberwar” sieht der Autor den – technisch komplizierten – Abschuss eines Wettersatelliten durch die Chinesen als Markierungsposten auf dem Weg zur Bipolarität der Welt – hier die USA, dort China. Zwei Supermächte, die -interdependent verbunden – ihre Machtansprüche ausformen und ihr Verhältnis zueinander zu gestalten haben. Lesenswert.
“Das Superkonto” – der Griff nach den EU-Milliarden. Doku-Thriller morgen im WDR
Januar 23, 2007
Wenn Sie diesen großartigen Doku-Thriller gestern verpasst haben – morgen (10:00-10:45 Uhr) wird er im WDR Fernsehen wiederholt: “Das Superkonto” – die Story über den “Griff nach den EU-Milliarden”. Der Film von Michael Grytz und Klaus Martens ist ein journalistisch brillantes Stück. Die spannende Doku wirft ein Schlaglicht in eine EU-Schmuddelecke, hinterfragt, was eigentlich mit den Steuergeldern passiert, die wir jährlich auf ein Konto der Europäischen Union überweisen – 22 Milliarden Euro pro Jahr. Allein in Brüssel gibt es über 2.500 Büros, die nur eine Aufgabe haben: Geld von der EU abzugreifen. Konzerne, Lobbyisten, Berater und Politiker haben auf unterschiedliche Weise Zugriff auf das Superkonto mit den Steuermilliarden. Beispiel Nestlé. Warum kassiert das Schweizer Unternehmen mit einem Jahresgewinn von 8 Milliarden Schweizer Franken über 40 Millionen Euro an EU-Subventionen? Beispiel RWE. Warum erhält der Essener Energiekonzern die mit Abstand größten Agrarsubventionen in Nordrhein-Westfalen? Sehr interessant die Schwarzkonten, die dieser Film offensiv anspricht – eine erschreckende und unakzeptable Grauzone, in der unsere Steuergelder versickern. Nehmen Sie sich den Film auf, wenn Sie ihn nicht sehen können, es lohnt sich.
Warum die RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt nicht freikommen sollten
Januar 23, 2007
Es ist rätselhaft, dass unser Staat Menschen, die Normen aus politischem Grund gebrochen haben und zum Mörder wurden, versöhnlicher sieht und behandelt als den “ganz normalen” Kriminellen, der aus Raffgier oder sonstigen niedrigen Motiven tötet. Brigitte Mohnhaupt, Ex-RAF-Terroristin, hat Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer, Generalbundesanwalt Siegfried Buback und Dresdner Bank-Chef Jürgen Ponto ermordet. Dazu den Fahrer von Schleyer, seine drei Bodyguards und zwei weitere Menschen. Das wurde mit der Strafe “fünf Mal lebenslänglich” geahndet. Fünf Mal lebenslänglich, das soll jetzt nach 24 Jahren vorüber sein. Als wolle sich der Staat mit einer Denkrichtung versöhnen, die diese unglaubliche Brutalität hervorgebracht hat. Ich habe das Thema RAF/Schleyer damals als Journalist begleitet. Ich erinnere mich daran, dass ein Kinderwagen über die Straße geschoben wurde und dass Schleyers Fahrer deshalb reflexartig bremste und damit in die Falle ging. Ich erinnere mich, dass man Schleyers Leiche entwürdigend in einem Kofferraum fand. Ich erinnere mich nicht, dass Brigitte Mohnhaupt seit ihrer Verurteilung Reue gezeigt hätte. Das gleiche gilt für den RAF-Terroristen Christian Klar.
Gnadenlose bitten um Gnade.
Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck sagt (laut Rheinische Post von heute): “Nach mehr als 20 Jahren sei ein ‘Signal der Versöhnung’ angemessen.” Versöhnen? Mit Mohnhaupt und Klar? Mit der RAF? Warum? Der Mann ist nicht bei Trost. Hoffentlich ist auf Bundespräsident Horst Köhler Verlass. Seine Weigerung wäre auch ein Signal, jedoch das richtige. Helmut Schmidt ist damals gegenüber der RAF hart geblieben und hat sogar unter Schmerzen die Ermordung Schleyers in kauf genommen, um klarzustellen, dass der Rechtsstaat nicht erpressbar ist. Klare Kante, dabei sollte es bleiben.
“atmosfair” – die Frechheit der Umwelt-Trittbrettfahrer treibt ständig neue Blüten
Januar 19, 2007

Fliegen, nein danke, sagt die Website von “atmosfair”
Die Trittbrettfahrer der Umwelt-Lobby sind einfallsreich. Die Website “atmosfair” verspricht “Schäden”, die man durch eigene Flugreisen verursacht, gewissermaßen per Ablasszahlung – durch eine Spende für den jeweiligen Flug - zu kompensieren! Ist das nicht GROSSARTIG?
Ich fliege heute, Freitag, nach Berlin. Das sind, sagt mir “atmosfair”, 522 Kilometer. Ich habe das nicht nachgeprüft, das wird schon stimmen. Ich erfahre bei “atmosfair”, dass ich bei Hin- und Rückflug 300 kg Co2-Ausstoß verursache. Mir wird empfohlen, lieber ein “umweltfreundliches” Verkehrsmittel wie die Bahn oder den Bus zu benutzen. (Warum dies UNSINN ist, kann man belegen, doch die Aufzählung der Argumente würde Ihre Zeit strapazieren). Aber, wenn ich denn fliegen wolle, könne ich diese Umweltschädigung dadurch wettmachen, dass ich über “atmosfair” 8 - a c h t – Euro in ein Umweltprojekt investiere.
Ich fühle mich auf den Arm genommen. Aus der Website geht hervor, dass “atmosfair” mit meinen acht Euro z.B. Solarwärme für Küchen in Indien nutzen will. Dafür bekomme ich sogar eine SPENDENQUITTUNG! Im “Kleingedruckten” erfahre ich, dass “atmosfair” bis zu 30 Prozent (!) für Kosten von meiner Spende abziehen kann – Kosten eben. Tolles Geschäft!
Dies halte ich – Entschuldigung – für Volksverarschung.
Rein technisch gesehen, ist “atmosfair” nicht in der Lage, “meinen” CO2-Anteil zu berechnen. Denn der ist abhängig vom Flugzeugtyp und der Triebwerksbestückung, von der Auslastung des Flugzeuges und von weiteren Faktoren: Frachtzuladung, Windverhältnisse, Flughöhe usw. Zum zweiten: Wer sich für Umweltschutz interessiert oder auch nur gelegentlich wissenschaftlich ausgerichtete Sendung wie die von Joachim Bublath sieht, weiß, dass die Wirkung von CO2 auf die Erdatmosphäre nicht annähernd erforscht ist. Methan, freigesetzt durch Wälder (!), pfurzende Rinder, Termitenhügel und sonstwas, ist zum Beispiel ein weitaus kritischeres Treibgas als CO2. Die unwissenschaftliche Verteufelung des Flugverkehrs der Umwelt-Trittbrettfahrer von “atmosfair” ist geprüft vom Umweltbundesamt und steht unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer. Das wundert mich nicht, macht’s auch nicht besser.
Auf das Thema gestoßen durch Kewil.
Islam-Meldungen – was soll der Quatsch?
Januar 18, 2007
Warum hier immer wieder Islam-Meldungen eingestellt würden, fragt der Stammleser mit dem Screen-Namen LBK, was “der Quatsch” denn solle. Ich habe ihm, siehe Kommentarspalte, kurz geantwortet, dass ich kritische Informationen über den Islam für hoch relevant halte. Weil sich andere Leser vielleicht die gleiche Frage stellen, möchte ich auch hier, mitten im Sichtfeld des Blogs, darauf eingehen.
Im Hinweis “Über den Düsseldorf-Blog” lesen Sie, dass wir uns hier ganz deutlich zu unserer Stadt Düsseldorf bekennen – so richtig lokalpatriotisch im besten Sinne. Und dass wir uns einmischen, gern auch weit über die Grenzen der Stadt hinweg, wo wir es für wichtig halten, Stellung zu beziehen – bei nicht nachvollziehbaren Entscheidungen in Berlin oder Brüssel etwa und eben auch beim Islam, dessen Unterwerfungsanspruch dieser Blog ablehnt. Keine Toleranz gegenüber Intoleranten, das ist die Devise. Die Intoleranz habe ich in vielen Hass-Kommentaren kennen gelernt, die ich natürlich nicht veröffentlicht habe. Kaum einer der muslimischen Leser, die sich betroffen oder angegriffen gefühlt haben, hat versucht, sich intellektuell, argumentativ mit Tatsachen auseinander zu setzen. Einige wenige halbwegs sachliche Kommentare von Muslimen habe ich eingestellt, weil Meinungsunterdrückung nicht Prinzip dieses Blogs ist. Was mir aktuell zum Thema Islam die Nackenhaare sträubt, sehen Sie hier, atemberaubende TV-Ausschnitte – leider nur für Englischkundige.


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