Giordano empört sich über BGH-Urteil
Mai 29, 2007

Ralph Giordano: Bürstet gegen den Mainstream
Schriftsteller Ralph Giordano hat sich über das BGH-Urteil empört, wonach das Aufrufen zum Dschihad nur noch bedingt strafbewehrt bleiben soll. Die Karlsruher Richter hatten am Freitag entschieden, dass das Werben für die Terrororganisationen Al-Qaida oder den «heiligen Krieg» nicht mehr als Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, sondern allenfalls als Mitglieder- oder Unterstützerwerbung strafbar sei. Giordano, Jude, Nazi-Verfolgter, Bundesverdienstkreuzträger, nimmt sich mit 84 Jahren die Freiheit, Dinge auszusprechen, die in einem Klima abnehmender Multikulti-Bejahung und wachsender Zweifel an der Höhe der Toleranzschwelle immer noch wenige Intellektuelle sich zu sagen trauen. Hier die Bemerkungen Giordanos über den beabsichtigten Moschee-Bau in Köln.
Klimakoller: Wieder eine engagierte Gegenrede
Mai 27, 2007
Michael Miersch, einer der wenigen Journalisten in Deutschland, die das Gequatsche um den bevorstehenden Weltuntergang durch menschgemachten Klimamord nicht mitmachen, hat wieder etwas Lesenswertes zum Thema vorgelegt. Alle Blog-Beiträge zum Klimakoller HIER.
Merkel-Bonus und “Großmaul Lafontaine” – NZZ sorgt sich um SPD
Mai 26, 2007

Raubt SPD Stimmen: Lafontaine
Die altehrwürdige Neue Zürcher Zeitung (NZZ) sorgt sich heute im Leitartikel (“Die Mitte als Mühsal”) um die mangelnde Manövrierfähigkeit der SPD. Auszüge:
“Tatsache ist, dass CDU und CSU nicht nur stark von einem wirtschaftsliberalen Kurs abgekommen sind, sondern ausgesprochen sozialdemokratische Ideen usurpiert und durchgesetzt haben. Die ordnungspolitisch absurde Gesundheitsreform ist ein Beispiel hierfür, die Familienpolitik der Ministerin von der Leyen ein noch schlagenderes. Aber solche Ideen kommen an. Kein Wunder, steht von der Leyen in der Beliebheitsskala ganz oben, nur knapp unterhalt der Kanzlerin. Gegen diesen Pragmatismus hat die SPD noch kein Rezept gefunden.
(…) Kurt Beck, der Parteichef und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, bewährt sich in der Rolle als jovialer Mainzer Landesvater zwar ganz gut. In Berlin ist er aber noch nicht angekommen und man fragt sich, ob er sich wirklich zu einer Kanzlerkandidatur aufraffen will. Weder sitzt er im Kabinett, noch hört man von ihm, welche Rolle Deutschland in Europa und in der Welt spielen soll. Das Problem der Sozialdemokraten liegt darin, dass sie niemand anderen mehr haben als Kurt Beck, der sie führen könnte. Umso heftiger sägt das Grossmaul Oskar Lafontaine im Verbund mit einigen ostdeutschen Alt-Kommunisten am Podest der Sozialdemokraten. Lafontaines famoser Verein, der sich nach der jüngsten Fusion von (westlicher) WASG und (östlicher) PDS jetzt “Die Linke” nennt, wäre nicht weiter ernst zu nehmen, wenn man ihm nicht ein Potenzial von deutlich über fünf Prozent der Wählerstimmen zutrauen müßte. Diese macht er allein den Sozialdemokraten abspenstig.
(…) Diese linke Konkurrenz zwingt die Sozialdemokraten, schon jetzt nach anderen Bündnispartnern Ausschau zu halten, wenn sie dereinst aus der großen Koalition aussteigen wollen. Den jüngsten Wahlen im politischen Mikrokosmos Bremen, wo es wohl zu einer rot-grünen Stadtregierung kommt, wird weitherum eine Art Modellcharakter zugeschrieben. Doch das führt nicht weiter. Denn selbst wenn die SPD auch auf Bundesebene wieder mit den Grünen anbandeln sollte, wird es angesichts der Fünf-Parteien-Konstellation kaum für eine Mehrheit dieser Art reichen.”
“Stoppt die Fanatiker”
Mai 25, 2007

Von Morddrohungen verfolgt: Ralph Giordano
Der Donnerhall nach den Äußerungen des anerkannten jüdischen Publizisten Ralph Giordano zum Moscheebau in Köln ist noch nicht verklungen. Die Berichte darüber mit Nachtrag und aktuellen Pressestimmen finden Sie HIER. Für das Hamburger Abendblatt kommentiert Hans-Jürgen Fink heute:
“Der Publizist Ralph Giordano, zur Nazi-Zeit selbst verfolgt und mit dem Tode bedroht, verlangt, eine Minderheit mit anderen gesellschaftlichen Wertvorstellungen in die Schranken zu weisen und den Bau einer großen repräsentativen Zentralmoschee in Köln nicht zuzulassen. Große Empörung, seine Einrede polarisiert.Sie stört Multikulti-Fans aus Integrationsträumereien auf, denen in vielen Fällen die Grundlage fehlt. Verschämte Ermunterungen erreichen ihn hinter vorgehaltener Hand – aber auch Morddrohungen von radikal-islamischer Seite.
Was ist passiert? Jemand, der in keiner anderen Ecke steht als der des beständig propagierten Humanismus, dessen Name wie kein Zweiter für Verständigung und Aussöhnung steht und gleichzeitig für unnachsichtige Kritik an Missständen, zeigt mit dem Finger auf ein wachsendes Problem, das andere lieber übersehen: Bei der Integration muslimischer Einwanderer ist viel versäumt worden, und keiner möge so tun, als sei alles in Ordnung.
Giordano zieht eine skeptische Zwischenbilanz, tritt für hart erkämpfte Grundwerte unserer Gesellschaft ein und fordert auf klar zu sagen, was anders werden muss. Seine Gegner in ihrer mörderischen Intoleranz sind die besten Zeugen dafür, dass er recht hat.”
Kölner Moschee-Streit schlägt weiter Wellen – Spiegel Online: “Pinguine, Burkas und der Nazi-Vorwurf”
Mai 24, 2007
Ralph Giordano, Schriftsteller, TV, Autor, Nazi-Verfolgter, Bundesverdienstkreuzträger – wenn so einer etwas gegen den Islam sagt, wie geht man damit um? Giordano passt in keine gängige Schublade, so dass sich die reflexartige Kritik der Grünen und sonstiger Gutmenschen schlicht verbietet. Selbst Claudia Roth meldet sich nicht zu Wort, was ja wirklich was heißen will. Spiegel Online über die Verwirrung im Koordinatensystem der notorischen Kritiker, die bei politisch Inkorrektem gerne geifern.
Nachtrag, Freitag, 25. Mai: Die Diskussion geht weiter
Frankfurter Rundschau: “Giordanos Islam-Kritik löst Verärgerung aus“
Süddeutsche Zeitung: “Koran und Hakenkreuz“
Welt Online: “Streit um Moscheebau eskaliert“
Factum: “Moschee-Streit: Drohung gegen Giordano“
Schnüffelstaat?
Mai 23, 2007

Aufruf zur “Party” anlässlich des G8-Meetings
Bei der Razzia gegen G8-Gegner am 5. Mai wurden von fünf schwer Verdächtigen so genannte Geruchsproben genommen. Damit können Hunde die potenziellen Rechtsbrecher erkennen, Straftaten könnten unter Umständen nachgewiesen werden. Kritiker sprechen prompt vom Schnüffelstaat, obwohl faktisch eine für Hundenasen unverwechselbare Geruchsprobe genauso zu behandeln ist wie ein Fingerabdruck. Die Methode, Duftproben zu nehmen, gab es in Deutschland schon zu Kaisers Zeiten. Aber: Viele Ossis wie Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse fühlen sich an die Stasi erinnert. Was sie vergessen: Die Methoden der Stasi dienten dazu, einen totalitären Staat zu schützen, wenn jetzt solche Proben genommen werden, zeigt sich damit ein demokratischer Staat wehrhaft gegen Gegner. Die trainieren derweil in einem regelrechten Ausbildungscamp.
Die Polizei schreibt G8-Gegnern bereits 200 Straftaten zu, darunter allein 30 Brandanschläge in jüngster Zeit. Nach dem Brandanschlag auf das Auto des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann in der Nacht zum Dienstag ging heute ein Bekennerschreiben ein – von einer militanten Gruppe, die BILD vorwirft, “eine bedeutende Säule für den Erhalt des kapitalistischen Systems” zu sein.
Die Gutmenschen lernen es nicht: Der Linksextremismus ist wieder da.
“Die Linke läuft Amok”
Mai 23, 2007

Nick Cohen
Der britische Erfolgsautor Nick Cohen hat dem Kölner Stadtanzeiger ein aufsehenerregendes Interview gegeben. Cohen rechnet darin brutal mit der Linken ab.
“Übrig geblieben ist bei vielen Linken eine Position, die ursprünglich klassisch rechts war: Hass auf Amerika. Die Linke ist nicht mehr antifaschistisch. Statt zum Beispiel gegen den radikalen Islam aufzustehen, beschwichtigt sie ihn und opponiert obsessiv gegen Amerika. Für mich ist das zutiefst unmoralisch.”
“Ich fürchte vielmehr, dass es in der Linken so etwas wie klammheimliche Sympathie für islamistische Terrorgruppen gibt. Denn sie töten Amerikaner.”
“Der Islamismus widerspricht allem, woran die Linke glauben müsste. Aber die Linke läuft Amok. Nehmen sie den Irak. Wäre es heute nicht an der Zeit, dass die europäischen Regierungen, die gegen den Krieg waren, sich für das irakische Volk engagieren? Dass gerade die Linke, die doch gegen den Krieg war, sich für die Menschen im Irak einsetzt, die von Islamisten und Terroristen bedroht werden? Aber dazu sind sie nicht in der Lage, weil sie sich aus tiefstem Herzen nur eins wünschen: dass die Amerikaner scheitern.”
“Die Hamas-Charta liest sich wie ein original Nazi-Manifest. Wenn die Linke dazu nichts zu sagen hat und stattdessen Israel-Boykotte organisiert, dann überschreitet sie die Grenze zum Antisemitismus. Die Linken, die angeblich Empathie für die Palästinenser empfinden, können Ihnen doch nicht einmal sagen, wie ein palästinensischer Staat aussehen sollte.”
Tobias Kaufmann, Kölner Stadtanzeiger: Sie schreiben, dass die Linke es versäume, ihrer klassischen Aufgabe gerecht zu werden, nämlich den Unterdrückten der Welt beizustehen. Wer sind heute Unterdrückte?
COHEN: Da fallen mir zuerst die Frauen ein, vor allem in der islamischen Welt. Dann Gewerkschaften und Arbeiter in China. Und jene Menschen in Afrika, die unter korrupten, verbrecherischen Regimes leiden. Das Engagement von überzeugten Linken für diese Gruppen ist gering.
Hier das komplette Interview - Lesebefehl!
Millionen klauen schlimmer als Mordversuch
Mai 23, 2007
Es ist viel schlimmer, genau genommen mehr als doppelt so schlimm, Millionen zu klauen wie der Versuch, einen Menschen zu ermorden. Karl-Heinz Weis, Ex-Chef der Geldtransportfirma Heros, hat insgesamt 240 Mio. Euro von diversen Kunden ergaunert. Das Landgericht Hildesheim verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von zehn Jahren.
In Wuppertal warf ein 42jähriger Türke seine 16jährige von ihm zwangsverheiratete Tochter aus dem vierten Stock vom Balkon. Sie hatte sich dem islamisch-konservativen Vater widersetzt. Wie durch ein Wunder überlebte die junge Frau. Der Mann, dessen Name, wohl aus Personenschutzgründen, nicht genannt wurde, wurde nicht wegen Mordversuchs verurteilt sondern wegen versuchten Totschlags – zu viereinhalb Jahren Haft. Rabatt mit Rücksicht auf religiöse Befindlichkeiten?
Trauer um unsere Soldaten
Mai 23, 2007

“Zu diesem Zeitpunkt brauchen wir Krankenhäuser, Strom, mehr Straßen”, sagt die afghanische Botschafterin in der Tagesschau. Ein Abzug der deutschen Soldaten hätte fatale Folgen, sagt sie. Zuvor die Bilder der Heimkehr der drei gefallenen Soldaten, Opfer eines verblendeten Selbstmordattentäters in Kunduz. Trauer. Drei Fotos mit schwarzen Trauerbinden darüber vor den Särgen. Auf den Särgen die deutsche Fahne. Und der deutsche Verteidigungsminister Franz-Josef Jung spricht den Hinterbliebenen seinen Trost aus. Ein deutscher Soldat in Afghanistan sagt in die Kamera: “Schon wenige Tage danach wandelt sich bei uns die Trauer in Trotz und Entschlossenheit.” Heute sind erneut deutsche Soldaten angegriffen worden – Spiegel Online. Wir sind im Krieg und er geht weiter.
Morddrohungen gegen Ralph Giordano im Kölner Moschee-Streit: Schriftsteller sieht radikale Muslime und Rechtsextreme in einem Boot
Mai 23, 2007

Ralph Giordano
Mit ungewohnter Klarheit hatte sich Schriftsteller Ralph Giordano (84) gegen den Bau der Kölner Groß-Moschee ausgesprochen. Wir berichteten. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp legte Giordano jetzt nach. Er betonte, es gebe «eine unheilige Allianz» radikaler muslimischer Kreise in Deutschland, die gemeinsam mit deutschen Rechtsextremisten antisemitische Propaganda verbreiteten und jüdische Menschen bedrohten oder sogar angriffen. Er selbst habe bereits eindeutig von Muslimen «telefonisch Morddrohungen erhalten».
Giordano warf der Politik vor, sie «ignoriere den Willen der Bevölkerung, die mehrheitlich gegen den Bau der Moschee ist». Es sei erschreckend, dass sich viele Menschen nicht trauten, dies öffentlich zu zeigen, «weil sie entweder Angst haben, in die rechtsextreme Ecke gestellt oder von Muslimen bedroht zu werden». Dies sei «eine höchst gefährliche Situation», warnte der Publizist.
Klartext-Interview hier im Kölner Stadtanzeiger.
Nachtrag, 24. Mai 2007: Hier ein Meinungsbeitrag von Berthold Kohler aus der FAZ von heute:
In Deutschland wird gerne in die Ecke gestellt. Nicht in irgendeine – in die „rechte“. Wenig anderes ist im öffentlichen Diskurs so wirkungsvoll wie die verbale Deportation an einen Platz, den die sonst so tolerante Gesellschaft für die von ihr Geächteten abgesteckt hat. Diese politische Todeszone ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden, denn zwischen „rechts“ und „rechtsextrem“ wird in der Debatte immer seltener unterschieden. Die Linke in diesem Lande hat es unter Ausnutzung ihrer Diskursüberlegenheit dahin gebracht, dass selbst brave CDU-Mitglieder nur dann nicht vor dem Attribut „rechts“ zurückschrecken, wenn sie die Unschuld ihrer Gesinnung durch die Beteiligung an einer der vielen Kampagnen „gegen rechts“ beweisen können.Doch was tun, wenn einer den von der Linken vorgeschriebenen Meinungskorridor verlässt, dem man nicht ganz so leicht wie Hohmann und Oettinger eine unziemliche Neigung hin zu den Unberührbaren unterstellen kann? Das erfährt gerade der Publizist Ralph Giordano am eigenen Leibe.Er hatte es gewagt, gegen den Bau einer Moschee in Köln zu sprechen und davon, dass die Integration vieler Muslime in Deutschland gescheitert sei. Rechtsradikale Anwandlungen konnte man ihm, dem vom Hitler-Regime verfolgten Juden, beim schlechtesten Willen nicht andichten. Hilfsweise wirft man ihm jetzt nicht weniger Schlimmes vor: ein nützlicher Idiot zu sein, der mit seiner Kritik einer „rechten“ Gruppierung in die Hände spiele, die gegen den Moscheebau auftritt. Hat er nicht auch noch die Würde einer Burka-Trägerin dadurch verletzt, dass er sie als menschlichen Pinguin bezeichnete? Die Würde der Nonnen, die in diesem Land schon lange mit solchen Vergleichen leben müssen, kümmerte Giordanos Ankläger noch nicht. Er wird dafür gebrandmarkt, dass er ausspricht, was viele aus Angst vor dem Brandeisen mit dem Schriftzug „rechts“ nicht mehr zu sagen wagen. In Köln haben alle Parteien, auch die CDU, für den Moschee-Bau gestimmt, obwohl das Projekt in der Bevölkerung auf erhebliche Ablehnung stößt. Wer aber spielt „den Rechten“ in die Hände? Einer, der sein Recht auf kulturelle Selbstbestimmung geltend macht, Zweifel und Sorgen äußert, die er mit vielen anderen teilt? Oder jene, die behaupten, ein guter (also nicht „rechter“) Demokrat dürfe solche Gedanken gar nicht haben, geschweige denn aussprechen?
Hier ein aktueller WELT-Artikel mit bisher 19 Seiten Kommentaren! Fast alle sind gegen die Moschee, gegen die Politiker und gegen die dummdreiste Verklärung des Islams in unserer Republik!
Und hier das vorläufig letzte Interview mit Giordano!
Ergänzungen übernommen von Kewils “Fakten Fiktionen“


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