Faruk Sen vor Entlassung?
Juni 26, 2008

Der umstrittene Direktor des Essener Zentrums für Türkeistudien, Prof. Faruk Sen (Foto) , steht womöglich vor der Entlassung. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, habe der Vorstand in einem Antrag an das übergeordnete Kuratorium der Stiftung die Entlassung Sens gefordert. Faruk Sen hatte die Türken als “die neuen Juden Europas” bezeichnet. Auch die FAZ berichtet.
Halbfinale: Wie gut, dass unser Polizeipräsident Schenkelberg heißt
Juni 25, 2008


Der eine heißt Dieter Glietsch (Foto) und ist Polizeipräsident in Berlin. Der hißt zur EM nicht etwa die Deutschlandfahne, sondern, wie Wowi vor dem Roten Rathaus, die so genannte Regenbogenfahne, Erkennungszeichen der Schwulen. Er will damit ein Zeichen “für Toleranz und Weltoffenheit” setzen. Der Bund deutscher Kriminalbeamten ist sauer: “Die Kollegen sind verunsichert und verärgert.”

Der andere heißt Herbert Schenkelberg (Foto) und führt die Düsseldorfer Polizei. Schenkelberg guckt das Halbfinale mit Mitgliedern der türkischen Gemeinde in der Münsterstraße 199. Allerdings, wie der Express schreibt, “stilecht im Trikot und mit der Deutschlandfahne.” Gut, dass unser Polizeipräsident Schenkelberg heißt und selbst Zeichen setzt anstatt wie Glietsch sein Fähnchen nach dem Wind zu hissen.
Hier die Düsseldorfer Polizei-Presseinfo dazu.
Berliner Tagesspiegel: Polizeigewerkschaft kritisiert Hissen der Regenbogenfahne
Faruk Sen (Zentrum für Türkeistudien): “Die Türken sind die neuen Juden”
Juni 24, 2008

Faruk Sen
Faruk Sen, Leiter des mit öffentlichen Geldern finanzierten Essener Zentrums für Türkeistudien, hat schon öfter extrem grenzwertige Äußerungen von sich gegeben. Im April etwa verbreitete die türkische “Hürriyet” dieses Faruk Sen-Zitat:
“In den letzten 48 Tagen sind in Deutschland 26 Brände ausgebrochen. Bei dem Brand in Ludwigshafen starben neun Türken. Die Täter sind immer noch nicht gefaßt. Diese Ereignisse vermitteln den Türken in Deutschland die Botschaft, daß sie langsam gehen sollen. Aber die türkische Gesellschaft in Deutschland wird nicht so einfach zurückkehren.”
Jetzt hat Sen, der auch in Düsseldorfer Zirkeln zu Hause ist, erneut provoziert. Die Frankfurter Allgemeine berichtet über einen Kommentar Sens in der türkischen Zeitung “Referans”, der bereits am 19. Mai erschien und erst jetzt hier bekannt wurde.
Faruk Sen in diesem Kommentar laut FAZ:
„Fünfmillionenzweihunderttausend Türken leben in Europa, das durch große Grausamkeiten diesen Kontinent judenfrei zu bekommen versuchte. Sie wurden die neuen Juden Europas. Obwohl unsere Menschen, die seit 47 Jahren in Mittel- und Westeuropa beheimatet sind, 125.000 Unternehmer mit einem Gesamtumsatz von 45 Milliarden Euro hervorgebracht haben, werden sie – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlichen Erscheinungsformen – wie die Juden diskriminiert und ausgeschlossen.“
Anlass für den Kommentar Sens waren gemäß FAZ antisemitische Vorkommnisse in der Türkei.
Nachtrag:
pr.inside: Scharfe Kritik an Faruk Sen
ddp: Ärger für Faruk Sen
Welt Online: Forscher nennt Türken “neue Juden Europas”
Stern.de: Türkei-Forscher bedauert Nazi-Vergleich
Köln: Katholisches Krankenhaus muss Muslima mit Kopftuch beschäftigen
Juni 18, 2008
Zum ersten Mal verurteilt ein Arbeitsgericht, einen so genannten “Tendenzbetrieb”, ein katholisches Hospital, das Heiliggeist-Krankenhaus in Köln-Nippes, eine Muslima mit Kopftuch zu beschäftigen. Das Krankenhaus wollte die Frau nach dreijährigem Erziehungsurlaub wieder einstellen, jedoch ohne Kopftuch, hatte die Rechnung jedoch ohne das Arbeitsgericht gemacht – siehe Kölner Stadtanzeiger.
Fast existenzvernichtend dagegen, was der Inhaberin eines kleinen Frisiersalons in England passierte. Sie lehnte eine Kopftuch tragende Frau als “hair designer” ab, woraufhin diese klagte und jetzt 4000 britische Pfund als Entschädigung wegen Verletzung ihrer Gefühle erhält. Die extremistische Gruppe Hizb-ut-Tahrir hatte ihr besten Rechtsbeistand geleistet. Bericht in Daily Mail.
Helmut Markwort im Focus über Jürgen Rüttgers’ Kommentar zum “No” der Iren zum Lissabon-Vertrag
Juni 16, 2008

Ärgert sich über irisches No: Jürgen Rüttgers
Die Niederlande und Frankreich hatten die EU-Verfassung vor drei Jahren zu Fall gebracht. Jetzt haben die Iren, ein bekanntlich sehr eigenwilliges Völkchen, das Nachfolgepapier, den so genannten “Lissaboner Vertrag“ gestoppt. Bedingung für das Inkrafttreten des Vertrages, der Brüssel erheblichen Machtzuwachs beschert und Parlamente und Organe in den Mitgliedsstaaten schwächt, ist allerdings, dass alle 27 EU-Mitglieder Ja sagen. Nun hat Irland Nein gesagt, womit Lissabon eigentlich mausetot wäre.
Doch Fans des EU-Reformvertrages, der Europa zu einem bürokratischen Superstaat machen würde, suchen schon nach Auswegen und Argumenten, den Vertrag dennoch in Rechtsform zu gießen. Focus-Herausgeber und -Chefredakteur Helmut Markwort kommentiert heute in seinem Magazin, wie Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Jürgen Trittin die Dinge sehen - genau gleich:
“Rüttgers rechnet so: ’99 Prozent der Europäer können ihre Zukunft nicht davon abhängig machen, dass weniger als ein Prozent einen Fortschritt blockieren.’ Trittin griff zu absoluten Zahlen: Es sei fragwürdig, dass drei Millionen Menschen entscheiden können, wie 500 Millionen ihre politische Zusammenarbeit gestalten. Rüttgers und Trittin unterschlagen einfach die Tatsache, dass – nach ihrem Beispiel – 99 Prozent oder 497 Millionen der Europäer gar nicht gefragt wurden.” Die Deutschen, das größte europäische Volk, durften überhaupt nicht abstimmen, und bei unseren Nachbarn wurde die Volksabstimmung abgewürgt, weil die Regierungen ein falsches Ergebnis befürchteten.”
Markwort ist ein konsequenter Liberaler und ihm kann es nicht gefallen, dass in einer so wichtigen Angelegenheit die Menschen in den betroffenen Ländern nicht entscheiden dürfen.
Auch bei uns liegt der Vertrag noch auf Eis. Denn das Bundesverfassungsgericht muß erst über eine Klage von MdB Peter Gauweiler (CSU) entscheiden. Vorher wird Bundespräsident Horst Köhler nicht unterschreiben.
Derweil vergleicht der frühere sowjetische Regimekritiker Wladimir Bukowski Europa mit der zerfallenen Sowjetunion. In einem Interview mit dem Brussels Journal sagt Bukowski: “Ich denke, dass die Europäische Union, genau wie die Sowjetunion, nicht demokratisiert werden kann. Gorbatschow versuchte, das Land zu demokratisieren und es flog auseinander. Diese Art von Strukturen kann man nicht demokratisieren.”
Der französische Philosoph André Glucksmann sieht (im aktuellen Focus-Interview) die EU “in einem Zustand der Dekadenz”. Es reiche nicht, die europäischen Institutionen auszubauen, man müsse auch wissen, welche gemeinsamen Ziele verfolgt werden.
Lissabon-Vertrag: MdB Peter Gauweiler klagt beim Bundesverfassungsgericht
“Held der Demokratie”
Juni 10, 2008
Autorin Bettina Röhl – hier Wiki, hier ihre homepage – gibt dem Berliner CDU-Politiker Friedbert Pflüger den Ritterschlag: “Held der Demokratie“. Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten in Berlin hatte durchgesetzt, dass Anne Will ihre falschen Behauptungen über eine angeblich bei der Sanierung Berlins erfolgreiche Rot-Rot-Koalition gegendarstellen mußte.
Ein stiller Tsunami
Juni 10, 2008

Spekulation verteuert Lebensmittel, die Folgen sehen so aus
Weit über 100 Millionen Menschen weltweit droht Hungersnot. Dabei könnte diese Erde sie alle ernähren. Ralf Südhoff, Leiter des UN World Food Programme (WFP) für Österreich, nennt auf dem österreichischen diepressse.com fünf Punkte, mit denen man gegensteuern könnte.
Ich möchte dem noch einen sechsten Punkt hinzufügen: Jegliche Spekulation mit Lebensmitteln, vom Reis bis zum Schweinebauch, unterbinden und unter Strafe stellen – weltweit.
diepresse.com: Aufstand der Hungrigen
focus online: Möllenberg kritisiert Spekulation
Deutsche Welle: Warnung vor Lebensmittel-Spekulation
Fall Morsal Obeidi: SPD-Abgeordneter wirft Senat Mauern vor
Juni 10, 2008

Vom Bruder mit 20 Stichen getötet: Morsal Obeidi (16†)
Der türkischstämmige Hamburger SPD-Abgeordnete Bülent Ciftlik glaubt, der Senat der Stadt werde im Mordfall Morsal Obeidi weiterhin mauern und jede Schuld von sich weisen. Ciftlik:
“Ich fürchte, der Senat wird weiterhin mauern, taktieren und verheimlichen. Er ist offenkundig nicht daran interessiert, schonungslos aufzuklären. Das haben die Hamburger Bürgermeisterin und Schulsenatorin Christa Goetsch und der zuständige Senator Dietrich Wersich ja leider schon einmal bewiesen, als sie auf einer Landespressekonferenz alles Mögliche erzählt haben, nur nicht Details zur Leidensgeschichte von Morsal und zum mehrfach vorbestraften Bruder. Damit machen die Verantwortlichen deutlich, dass ihnen die eigene Ungeschorenheit wichtiger ist als Aufklärung.”
Der Abgeordnete versucht eine Erklärung, wie es zu solchen Morden kommen kann. Kluger Mann, gute Ansätze.
Spiegel Online: “Diese Jugendlichen lachen sich schlapp über die Polizei“
Bisherige Veröffentlichungen dazu im Düsseldorf Blog
“Wie Peter Krause der Prozess gemacht wurde”
Juni 9, 2008
“Es hat nur zwanzig Jahre gedauert, und schon können die Sozialisten in Deutschland wieder Jagd auf alle machen, die ein ‘falsches Bewusstsein’ haben. Und unsere Medien haben den Weg dazu bereitet.”
Arne Hoffmann in einem lesenwerten Beitrag in der liberalen “eigentümlich frei” über den verhinderten thüringischen Kultusminister Peter Krause: Wie Peter Krause der Prozess gemacht wurde
Dies war unser Beitrag zum Thema: Rote Socken & Rechtsextreme
ARD-Rundfunkrat beschäftigt sich mit Anne Will
Juni 5, 2008
Na endlich: Der ARD-Rundfunkrat schaut dem Treiben der chronisch unterinformierten und ganz offensichtlich überforderten Anne Will nicht mehr länger tatenlos zu und befasst sich mit der Talkfrau. Das meldet bild.de.
In der letzten Sendung hatte sie durchgehen lassen, Berlins Bürgermeister Wowereit habe von der Großen Koalition 60 Mrd. Euro Schulden geerbt. Tatsächlich waren es nur 38,5 Mrd., den Anstieg auf derzeit 61 Mrd. Euro hat Wowereits sozialistische Koalition zu verantworten. Jeder halbwegs politisch interessierte Mensch in der Hauptstadt weiß so etwas, Anne Will nicht.
Die Lady macht ihre Hausaufgaben nicht. In der Sendung zuvor hatte sie keinen Einspruch eingelegt, als ein Gast geiferte, ein Hartz IV-Betrag um rund 350 Euro sei skandalös. Die TV-FRau ließ das so stehen, vermutlich, weil sie einfach nicht WEISS, dass die Miete dann noch separat gezahlt wird.
Hier ein Beitrag von Bettina Röhl
Der Düsseldorf Blog hatte auf Frank Plasberg gehofft, siehe hier


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