“Ungebremste Zuwanderung verwässert die Qualität”
Januar 10, 2009 by osi
Roger Köppel (Foto), Herausgeber und Chefredakteur des kritischen Schweizer Qualitätsmagazins Weltwoche,
schreibt in seinem Wochenkommentar über die in der Schweiz im Februar anstehende Entscheidung über das Personenfreizügigkeitsabkommen.
Bestimmt die Schweiz weiter, wer reindarf und wer nicht oder wird sie löcherig wie Schweizer Käse. Köppel, einst Chefredakteur der deutschen Zeitung Die Welt:
“Ungebremste Zuwanderung verwässert die Qualität. Kein international erfolgreicher Fussballverein nimmt alle Spieler auf, die gerne für ihn spielen würden. Man akzeptiert nur die besten, die in aufwendigen Verfahren ermittelt werden. Wenn einer die Leistung nicht mehr bringt, muss er sich anderswo umsehen.
Die Schweiz ist eine Art Real Madrid der Industrie- und Dienstleistungsstaaten. Die Löhne sind hoch, die Lebensqualität ist hervorragend, die Attraktivität beträchtlich. Hier kommt der erste Denkfehler der Bilateralisten: Um weiterhin erfolgreich zu sein, braucht die Schweizer Wirtschaft tatsächlich auch hervorragende Gastarbeiter und Auslandprofis. Aber sie braucht keine bilateralen Verträge mit der EU, die ihr Souveränität entwinden; sie braucht einen offenen Arbeitsmarkt ohne flankierende Abschottungen. Den kann sie aus eigener Kraft gestalten.






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