Was der Katholiken-Kreis in der CDU (AEK) der neuen Ministerin Kristina Köhler ins Stammbuch schreibt
November 30, 2009
Martin Lohmann, Sprecher des gegen den Widerstand von Angela Merkel gegründeten Arbeitskreises engagierter Katholiken (AEK) in CDU/CSU, hat für die neue Gemeinschaft innerhalb der Union der neuen Familienministerin, der jungen Kristina Köhler (Foto/32) zu ihrer heutigen Ernennung durch Bundespräsident Horst Köhler gratuliert. Auszug:
Wir hoffen, dass die neue Ministerin in der Lage sein wird, vornehmlich vom Kindeswohl her zu denken. Es geht erst in zweiter oder dritter Linie um Rollenverständnisse und deren eventuelle Änderung. An erster Stelle hat das Kind zu stehen. Und dieses Kind darf nicht als Objekt der Wegbetreuung verkannt und missachtet, sondern muss als Subjekt der Persönlichkeitsentwicklung erkannt werden. Es ist höchste Zeit für einen mutigen Perspektivewechsel zugunsten des Kindes und seinen Bedürfnissen. Diese dürfen nicht länger einer Frauenerwerbsförderpolitik untergeordnet werden.
Die Familienpolitik der vergangenen Jahre habe nicht verhindern können, “dass wir 2009 in Deutschland die geringste Geburtenrate bei bleibend hoher Zahl der Kindstötung im Mutterleib seit Bestehen der Bundesrepublik haben.” Es müsse alles getan werden, die “Entscheidung für das Kind und für das Leben leicht und attraktiv zu machen.”
“Tit-for-Tat”
November 30, 2009
André F. Lichtschlag (Zeichnung), Gründer und Herausgeber von “eigentümlich frei” freut sich über Henryk M. Broders
Bewertung der Schweizer Minarett-Entscheidung und macht sich weitergehend kluge eigene Gedanken dazu:
„Spiegel“- und „Welt“-Ausnahmejournalist Henryk M. Broder hat zum Schweizer Minarett-Entscheid im Vergleich zu seinen Schnarchnasen-Kollegen mal wieder den originellsten Kommentar publiziert.
Broder betrachtet das Gestammel der Gutmenschen-Kollegen als „luschtig”. Die Schweizer, so Broder, „sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Islamisierung ihres Landes entschieden hat“. Es sei tatsächlich eine Abstimmung gegen eine bisherige „Asymmetrie“, denn „Moslems dürfen in Europa Gebetshäuser bauen, Christen in den arabisch-islamischen Ländern dürfen es nicht. In Afghanistan und Pakistan droht Konvertiten die Todesstrafe, Touristen dürfen nach Saudi-Arabien nicht einmal Bibeln im Gepäck mitführen.“ Das, so Broder, „sind Zustände, die nicht toleriert werden können“. Nun sei die Zeit für das alte jüdische „Tit-for-tat-Prinzip“ gekommen: „So wie zwischen den Regierungen Slots für die Fluggesellschaften ausgehandelt werden, werden jetzt auch Landerechte für den Bau von religiösen Einrichtungen vereinbart. Wenn es in Bonn eine König-Fahd-Akademie geben kann, die nicht der Schulaufsicht untersteht, muss es in Riad oder Jedda eine Evangelische, eine Katholische oder eine Akademie für Theorie und Praxis des Atheismus geben können. Wenn iranische Frauen in Vollverschleierung durch München flanieren können, müssen europäische Frauen in der Kleidung ihrer Wahl durch Teheran oder Isfahan gehen dürfen, ohne von den notgeilen Greifern der Sittenpolizei belästigt zu werden.“
Hier zum Volltext (mit link zum erfreulich knackigen Broder-Kommentar)
“Votum gegen den politischen Islam”
November 30, 2009
Die Zürcher WELTWOCHE über das Volksvotum gegen Minarette:
Das überraschende und klare Ja des Souveräns zur Minarett-Verbotsinitiative ist ein Votum gegen den politischen Islam und sein mittelalterliches Rechtsverständnis. Die nächste Runde der Auseinandersetzung – vor dem europäischen Gerichtshof – scheint programmiert. Der Bundesrat ist gefordert: Er muss Europa und der Welt unsere Demokratie erklären – und sie notfalls mit Entschlossenheit verteidigen.
“Das Kreuz mit dem Minarett”
November 30, 2009
Hugo Müller-Vogg kommentiert heute in BILD die Volksabstimmung über Minarette in der Schweiz:
Die Schweizer haben klar „Nein“ gesagt: keine neuen Minarette.
Haben sich hier Intoleranz oder gar Fremdenhass durchgesetzt? Es war wohl eher die Sorge, in dem christlich-abendländisch geprägten Land könnten Minarette eines Tages die Kirchtürme in den Hintergrund drängen.
In Deutschland wäre wohl ein ähnliches Ergebnis zu erwarten, wenn das Volk bestimmen dürfte.
Alice Schwarzer: “Wir müssen handeln – gezielte Unterwanderung durch Islamisten muss gestoppt werden”
November 30, 2009
Alice Schwarzer, Emma-Herausgeberin, in der Zürcher Weltwoche über den politischen Islam. Auszug:
Seit Mitte der 1980er Jahre haben wir im Westen eine gezielte Unterwanderung der muslimischen Communitys durch die Islamisten zu verzeichnen. Ausgebildet werden die Agitatoren im Iran, in Ägypten oder Afghanistan, das Geld kommt aus Saudi-Arabien (ein Land, mit dem auch wir gerne Geschäfte machen). Diese Rattenfänger erzählen den arbeitslosen jungen Männern, sie seien die Grössten – und hätten das Recht, ihre sprachlosen Mütter ins Haus zu sperren und ihre freiheitsliebenden Schwestern unter den Schleier zu zwingen.
Schweizer Volk: Überwältigendes Votum gegen Minarette – Laut aktueller Spiegel-Umfrage in Deutschland 78,7 % dagegen
November 29, 2009
Für die “Tagesschau” war es ein “politisches Erdbeben”: Eine Volksabstimmung in der Schweiz verbietet künftig den Bau von Minaretten, hier die Neue Zürcher dazu. Der Spiegel formuliert treffend: “Die Schweiz wählt
die Islam-Angst”. Um nichts anderes geht es.
Der Spiegel versteht angesichts des 57,7 % – Erfolgs der Volksabstimmung die Welt nicht mehr: “Das Plakat, mit dem die Initatoren auf Stimmenfang gingen…” / “dieses vermeintlich demokratische Musterland mißachtet das Menschenrecht der freien Religionsausübung” / “dass ihre Bürger nun eine Religion völkerrechtswidrig diskriminieren, beschädigt ihren Ruf weiter” usw.
Der Spiegel-Autor, offensichtlich ein wackerer 68er, rührt – völlig absurd – sämtliche Schweiz-Probleme zusammen: Die Probleme mit der UBS, mit Libyens Ghaddafi, der zwei Schweizer als Geiseln hält, die Verhaftung Polanskis, die Glaubwürdigkeit als Vermittler beschädigt… – geschundene Schweiz, und jetzt auch das noch.
Aber so ganz realitätsblind ist der Spiegel denn doch nicht:
Es wäre daher falsch, den bedauerlichen Erfolg der Schweizer Minarettinitiative nur mit dumpfer Fremdenfeindlichkeit zu erklären. Er ist auch ein Ausdruck des Versagens der liberalen Kräfte und der politischen Eliten, sich dieses Unbehagens anzunehmen und Lösungen für die realen und die wahrgenommenen Probleme im Umgang mit muslimischen Einwanderern zu finden.
Diese Themen bewegen offensichtlich weite Teile der Bevölkerung und es wäre ein großer Fehler, sie den Rechtspopulisten und ihrer Symbolpolitik zu überlassen. Ansonsten ist zu befürchten, dass so radikale und menschenrechtswidrige Forderungen wie ein Verbot von Minaretten zunehmend mehrheitsfähig werden – auch im Rest Europas.
Wie sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan: “Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette sind unsere Bajonette. Und die Kuppeln sind unsere Helme”.
Der Orientalist und Autor Dr. Hans-Peter Raddatz hat den Initiatoren der Volksabstimmung ein Gutachten über die “Verkettung Minarett, Moschee, Scharia als politischer Machtbasis des Islam in Auftrag gegeben” – hier das pdf dazu (Quelle: Politically Incorrect).
Spiegel Online hat heute seine Leser befragt. Sollen Minarette auch in Deutschland verboten werden? Aktuell – 21.46 Uhr – sagen 78,70 % Ja dazu. Es beteiligten sich bislang 12875 Leser. Nein sagen nur 18,96 %, Weiß nicht, sagen 2,35 %.
Vermutlich wird jetzt der europäische Menschenrechtsgerichtshof angerufen, der mit dem Europa der gewachsenen Werte rein gar nichts mehr am Hut hat. Der wird das Urteil für ungültig erklären. Wird die Schweiz darauf so reagieren wie die Italiener auf das Kruzifix-Urteil (sie hängten Tausende neuer Kreuze auf)?
Erstaunlich der Kommentar bei Welt Online:”Ein Verbot des Minarettbaus ist zwar noch kein Verbot von Moscheen. Es wirft die Schweiz aber hinter das Niveau von Aufklärung und Toleranz zurück, das Europa sich in der Vergangenheit so mühsam erarbeitet hat.”
Bemerkenswert auch der Kommentar der FAZ, die über das basisdemokratische Votum erkennbar empört ist: “
“Das Ergebnis sollte auch in Deutschland jenen zu denken geben, die den populistischen Faktor von Volksabstimmungen kleinzureden versuchen.”
Glocken, Schweizer, Minarette: Der österreichische Journalist Dr. Andreas Unterberger über die Volksabstimmung.
WamS über Martin Lohmanns Katholiken-Kreis in der CDU
November 29, 2009
Über Martin Lohmanns erfolgreiche Bemühungen, innerhalb der CDU gegen Angela Merkels Widerstand einen katholischen Arbeitskreis (AEK) zu etablieren, haben wir bereits berichtet. Heute tut’s die WamS – groß und umfangreich: Unter der Headline “CDU Katholiken organisieren sich gegen Merkel” schreibt Till R. Stoldt über Lohmanns Erfolg. Das wird Merkel übel aufstoßen.
Martin Lohmann, in der katholischen Welt bestens vernetzter Publizist und auch mit Papst Benedikt vertraut (siehe Foto), wird das Eisen intelligent schmieden. Und der Papst wird ihm schon eine Kerze angezündet haben, eine Fürbitte gesprochen oder was immer ein Papst zu tun pflegt, wenn eins seiner Schäfchen Derartiges anstößt.
Wir stecken tief in der Kreide, aber Amiland ist abgebrannt
November 29, 2009
Jeder deutsche Bürger ist mit etwa 21.000 Euro verschuldet, das ist der persönliche Anteil an der Staatsverschuldung. Der Begriff Schuldenblase ist dabei gewiss statthaft und die Höhe der Verschuldung eine schwere Last, die wir Kindern und Enkeln vererben werden.
Schlimmer noch die Situation in den USA: Amiland ist abgebrannt und die Schuldenuhr rast!
Jeder der knapp über 300 Millionen US-Bürger ist mit 39.000 USD verschuldet, umgerechnet etwa 26.000 Euro. Und: Alle acht Stunden steigen die Schulden um mehr als eine Milliarde USD!
Die Schulden der USA betragen derzeit astronomische 12.023.560.766.141, 39 USD – also mehr als zwölf Billionen USD!
Hier finden Sie Zahlen und einen Überblick, wie sich der Schulden-Himalaya angehäuft hat. Obamas Verdienst: Er erhöhte den Berg seit September 2007 um satte 1,9 Billionen USD (in USA: Trillionen).
In einer Rundmail versuchte gerade jemand zu verdeutlichen, was das eigentlich bedeutet, eine Milliarde (in Amerika: Billion):
A..
A billion seconds ago it was 1959.
B..
A billion minutes ago Jesus was alive.
C..
A billion hours ago our ancestors were
Living in the Stone Age.
D..
A billion days ago no-one walked on the earth on two feet.
E.
A billion dollars ago was only
8 hours and 20 minutes,
At the rate our government
Is spending it.
Klimakonferenz Kopenhagen – Weltuntergang fällt aus
November 27, 2009
Der menschgemachte Klimawandel – niemand kann ihn beweisen, aber für seine Bekämpfung werden Milliarden Euro eingesetzt. Kurz vor Kopenhagen schlagen Alarmisten erneut Alarm, während Politiker zum Teil zurückrudern. Hier ein lesenswerter Artikel von Günter Keil auf novo Argumente:
Den Klimawandel gibt’s tatsächlich. Genau genommen gab es ihn schon immer. Auch jetzt erleben wir ihn, und zwar als einen langsamen Anstieg der globalen Temperatur, der allerdings seit 1998 eine Pause macht. Dieser Erwärmungstrend lässt sich seit rund 150 Jahren beobachten. Er setzte ein, als die „Kleine Eiszeit“, die Europa zwischen 1500 und 1850 in zwei aufeinanderfolgenden Kälteschocks im Griff hatte, zu Ende ging. Seither nähert sich die mittlere Erdtemperatur dem Zustand einer Warmzeit, wie sie das vorletzte Mal zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr. als „Römische Warmzeit“ und das letzte Mal im Mittelalter zwischen 900 und 1350 n. Chr. herrschte. Damals betrieben die Wikinger im teilweise eisfreien Grönland – ihrem Grünland – Landwirtschaft. Die Rückkehr zu einer Warmzeit lässt seit 150 Jahren den Meeresspiegel langsam und gleichmäßig ansteigen. Mitte des 19. Jahrhunderts begann auch der Rückzug vieler Gletscher. Mehr…
Gegen Merkels Wunsch in der CDU gegründet: der Kreis der Katholiken – Gespräch mit Martin Lohmann
November 25, 2009
CDU und SPD – für viele Wähler austauschbar. Millionen Stammwähler der Christdemokraten vermissen bei
CDU/CSU das christliche Profil. Deshalb haben katholische Christen aus ganz Deutschland am 15. November 2009 den „Arbeitskreis Engagierter Katholiken“ (AEK) gegründet. Dieser hat sofort für Reaktionen gesorgt – innerhalb und außerhalb der Partei. Wofür steht der AEK und warum wurde er gegründet? Ein Gespräch mit dem Publizisten Martin Lohmann (Foto / “Das Kreuz mit dem C”), dem Sprecher des AEK für die CDU und Mitbegründer des neuen Forums in CDU und CSU. Lohmann hatte – wie Deutschlandwoche-Leser wissen – lange auf die Gründung dieses Kreises hingewirkt.
DW: Herr Lohmann, über das Thema „Katholischer Arbeitskreis“ haben Sie und Frau Merkel sich kennengelernt, und zwar schon bald nach der Wende. Sie haben damals einen solchen Kreis gefordert, weil Deutschland ja durch die Wiedervereinigung östlicher und protestantischer wurde. Sie wollten immer eine Ergänzung zum bestehenden Evangelischen Arbeitskreis. Merkel, Ministerin im Kabinett Kohl und zu jener Zeit EAK-Vorsitzende, bat Sie zum Gespräch, um Ihnen zu erklären, sie wolle eine solche Ergänzung nicht. Ihre Forderung haben Sie aber jetzt in Ihrem Buch „Das Kreuz mit dem C – Wie christlich ist die Union?“ wiederholt. Frau Merkel war wieder sofort dagegen. Nun gibt es ihn doch, den katholischen Arbeitskreis. Wollen Sie Ärger?
Martin Lohmann: Mit Sicherheit nicht. Wir wollen Ergänzung, paritätische Mitgestaltung und lebendigen Pluralismus in einer Partei, die uns wichtig ist und die gerade durch diese jetzt wieder erkennbare Vielfalt in der Einheit ihre dynamische Stärke hat und zeigt. Insofern war unser Schritt nichts als notwendig und logisch. Denn leider haben die Wahlen in diesem Jahr ja gezeigt, dass sich allzu viele katholische Wähler nicht mehr politisch beheimatet fühlten in der CDU und CSU. Die historischen Gründe, die es vor mehr als 50 Jahren für evangelische Christen in der Union gab, um einen Evangelischen Arbeitskreis zu gründen, gibt es nun seit Jahren schon eins zu eins für katholische Christen in der Union. Und irgendwie passt das ja auch: Damals hat ein katholischer Parteivorsitzender und Kanzler Adenauer einen Evangelischen Arbeitskreis unterstützt, jetzt ist es eine protestantische Parteivorsitzende und Kanzlerin, unter deren Vorsitz ein Arbeitskreis Engagierter Katholiken meldet. [mehr...]


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