EU-Mitglied Griechenland hat, soweit zugegeben, 290 Milliarden Euro Schulden und eine Staatsverschuldung von 112,6 %. Damit hat die EU ein Sorgenkind, dem bald Portugal folgen könnte. Mit staatlichen Schuldverschreibungen sollen nun die gröbsten Lücken gestopft werden. Deutschland, das ist gewiss, wird helfen. Darauf einen Ouzo!
Griechenland wird nun ein Sparprogramm verordnet, gegen das die Griechen schon jetzt auf die Straße gehen. “Wasch mir den Pelz, mach mich nicht nass”, versichert ein griechischer Bekannter, sei die vorherrschende Mentalität unter seinen Landsleuten.
Die EU kümmert sich zuverlässig um die Beschaffenheit von Duschköpfen oder um die Einführung letztlich umweltschädlicher Ökolampen, die Einführung des Gender Mainstreaming und tausenderlei Dinge, die sie nichts angehen sollten, doch unsere supranationale EU-Regierung hat offensichtlich niemanden in ihren Reihen der in der Lage wäre, einem Staat vor Aufnahme in den Euro-Club mal in die Bücher zu schauen. Nur so konnte es passieren, dass die Griechen sich mit grotesk gefälschten Wirtschaftsdaten in die Euro-Zone mogeln konnten.
Man sollte Griechenland einfach wieder rauswerfen. Doch das geht nicht, Sanktionen sind nicht vorgesehen. Bei jeder Partnerschaft in der Wirtschaft wäre jetzt ein saftiger Prozess fällig. Doch die pflichtvergessene Kaste der EU-Entscheider hat zu unserem finanziellen Nachteil versäumt, im Falle falscher Angaben vor dem Beitritt einen Ausschluss vorzusehen.
Griechenland muss offensichtlich in diesem Jahr noch 55 Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Ratingagenturen haben dem verarmten Balkanstaat schon bescheinigt, dass sich das Vertrauen in die Zahlungskraft in äußerst engen Grenzen bewegt. Das macht Kredite teuer. Und die griechischen Staatsanleihen zu Schrottpapieren.
Wir werden uns diesen Schrott ins Portfolio nehmen. Als hätte die Bankenkrise uns noch nicht genügend gebeutelt. Erinnern wir uns: Es waren überwiegend staatliche, d.h. von Politikern kontrollierte Banken, die Milliarden Steuergelder schluckten).
Vetternwirtschaft, Korruption, mangelnde Steuermoral, das sind einige der Kernprobleme Griechenlands. Transparency International bescheinigt den Hellenen, bei ihnen habe Korruption “tiefe Wurzeln” geschlagen. Steuern dagegen schätzen die Griechen gar nicht. Wenn man hört (Quelle: ARD-Tagesthemen gestern), dass es in Griechenland nur 5000 Menschen geben soll, die mehr als 100.000 Euro Jahreseinkommen melden, weiß man, woher der Wind weht. Insbesondere wenn die Kamera dann noch einen Schwenk über den mit Luxusschiffen griechischer Eigner knallvollen Hafen von Piräus macht.
Jetzt gehen die Griechen auf die Straßen, weil das Rentenalter um zwei Jahre angehoben werden soll – von 61 auf 63! Wir buckeln bis 67 und dürfen zahlen.
Darauf noch einen Ouzo!






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