Abgehobener EU-Kommissionspräsident beleidigt Merkel und deutsche Parteien – Wutwelle gegen Barroso
Mai 24, 2010 by osi
José Manuel Barroso, der Präsident der EU-Kommission, hat in einem Interview mit der FAZ (Dienstagausgabe)
deutsche Wünsche nach einer Verschärfung des Stabilitätspakts als naiv bezeichnet. Damit greift der Bürger des Bankrott-Kandidatenlandes Portugal direkt Angela Merkel an.
Die Barroso-Frechheit: Keine der politischen Parteien Deutschlands habe den Bürgern vermittelt, “wie groß die wirtschaftlichen Vorteile seien, die das Land aus dem Euro ziehe”. Die FAZ-Leser zeigen Barroso dafür den Stinkefinger, zu Recht.
In den FAZ-Leserbriefspalten tobt wegen des Interviews eine ungewöhnliche Wutwelle gegen Barroso.
In diesem Zusammenhang ist interessant, dass der Portugiese Studienfreund des griechischen Banker-Milliardärs Spiros Latsis ist, einem der Hauptprofiteure unserer Milliarden-Garantien, auf dessen Luxusyacht Barroso gern durch die Ägäis schippert.
Der Oberkommissar hat nicht verstanden, dass die 500 Millionen Menschen in der EU sich nicht auf Dauer von machtbesoffenen Eurokraten verarschen lassen.
Der Schwarzwälder Bote, kein Weltblatt aber deshalb nicht blöd, bringt exzellent auf den Punkt, was die Masse der Bürger in der Eurozone über Brüssel denkt:
Was wir brauchen, ist weniger EU. Am besten wäre, man würde das Konstrukt abschaffen. Es hat in seiner jetzigen Form keine Zukunft. Freier Handel, fairer Wettbewerb, freies Reisen und dazu eine gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik – soviel Europa würde Sinn machen. Die EU aber ist im Lauf der Jahrzehnte zu einem gigantischen Gängelungs- und Umverteilungssystem verkommen. Ein System, das die Starken schwächt und den Schwachen nicht wirklich hilft, sondern ihre Rückständigkeit zementiert.
Wie kann man nur glauben, 27 höchst unterschiedliche Staaten mit insgesamt 500 Millionen Menschen von Brüssel aus regieren zu können? Dieser Steuerungswahn kostet Europas Bürger und die Unternehmen schon heute viel zu viel Geld, das anderswo sehr viel sinnvoller eingesetzt wäre. Fast 143 Milliarden Euro wird die EU in diesem Jahr ausgeben. Allein 42 Prozent davon fließen in die Landwirtschaft – einen Bereich, in dem in Deutschland nur noch zwei Prozent der Bevölkerung tätig sind. Mit den Agrarsubventionen werden vor allem Agrarfabriken und Lebensmittelkonzerne gemästet, beim kleinen Bauern kommt nur ein Rinnsal an. Die EU-Agrarpolitik ist teuer, weitgehend unsinnig und nimmt der Dritten Welt Entwicklungschancen. Sie ist der beste Beleg dafür, wie rückwärtsgewandt die EU ist.






Kommentare