Warum die Frauenquoten Quatsch sind
Januar 31, 2011
Ursula von der Leyen hat der SPD ein Thema gestohlen: die Frauenquote. Die ist umstritten, und das ist auch gut so. Denn eine Frauenquote ist gesellschaftspolitisch fatal und nicht zielführend – oder einfach “Quatsch”, wie Jochen Mai, Reporter der Wirtschaftswoche, ebenso treffend wie lakonisch feststellt: Drei Gründe, warum Frauenquoten Quatsch sind.
Auszug hier:
- Diskriminierung. Jede Quote – ob bezogen auf Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Alter – ist nur eine andere Form der Diskriminierung. Das ist so, als wolle man Zahnlöcher mit Bonbons stopfen. Wer Frauenquoten einführt, diskriminiert damit dann eben Männer.
- Mittelmaß. Wer mittels Quoten einstellt, fördert letztlich Mittelmaß: Am Ende wird der schlechtere Bewerber bevorzugt, weil er (oder sie) ein gerade unterrepräsentiertes Merkmal erfüllt, das jedoch weder unmittelbar mit den Anforderungen des Jobs, noch mit seiner individuellen Leistungsfähigkeit zusammenhängt.
- Populismus. Die Frauenquote ist nichts anderes als PR-Getöse, ein populistisches Signal zum Employer Branding. Sie sagt: Seht her, liebe Frauen, wir wollen euch und fördern euch! Aber stimmt das?
JETZT in Cairo: Hunderttausend auf den Straßen – El Baradei von Muslimbruderschaft als Sprecher erkoren und verspricht “eine neue Ära” – Al Jazeera sendet weiter -
Januar 30, 2011
Mohamed El Baradei heute Abend auf dem Tahrir Square in Cairo – Screenshot via Tweet von Tom Rafterty
Nach wie vor sendet Al Jazeera live aus Cairo – trotz Entzugs der Sendelizenz
ARD und ZDF hinken weiterhin der Entwicklung in Ägypten hinterher und gehen die Berichterstattung über den Bürgeraufstand mit sonntagnachmittäglicher Gemütlichkeit an. Al Jazeera, die Topquelle für News zu Ägypten, berichtet weiterhin live, obwohl das Informationsministerium dem Sender heute die Lizenz entzogen hatte.
Man sah vor wenigen Minuten: Mehr als 100.000 Menschen im Zentrum Cairos, die Ausgangssperre mißachtend, kreisende Kampfjets über der Stadt, den Friedensnobelpreisträger Mohamed El Baradei, wie er sich auf einen Stuhl auf dem Tahrir-Platz setzte, ein Taschentuch vor dem Gesicht, um sich vor den Tränengasschwaden zu schützen. El Baradei wurde von der islamistischen Muslimbruderschaft, jener Organisation, aus deren Schoß der bewaffnete Kampf des Islam kroch, auf den Schild gehoben und ist damit Sprecher der größten und für den Westen potenziell gefährlichsten Oppositionsgruppe. Die Islamisten haben alle Oppositionellen zum Zusammenschluss aufgerufen.
Brandaktuelle Livebilder – 18:13 Uhr zeigen: Der Platz ist schwarz vor Menschen, die Menge scheint auf irgendetwas zu warten.
heute.de informiert seine Leser mit der hochinformativen Zeile “Chaos in Kairo – Ägypter helfen sich selbst”
tagesschau.de ist auch nicht da wo die Musik spielt und meldet: “Ägyptische Armee rückt in Scharm al Scheich ein”
Hier lesen Sie den Protest der Ägypter auf Twitter. Und hier erhalten Sie auf Al Jazeera ein umfassendes Nachrichtenangebot, immer wieder auch mit Live-Berichten wie aktuell.
18:20 Uhr: Al Jazeera präsentiert einen jungen Mann namens Hassan, der wegen eines geplanten Anschlags in Israel im Gefängnis saß. Er berichtet, mit ihm seien 1000 oder mehr Gefangene befreit worden. Er will den bewaffneten Kampf in der “Armee des Islam” fortsetzen. Zur Erinnerung: Ägypten hat eine Grenze zu Israel, die derzeit geschlossen ist. Doch über die unterirdischen Schmugglertunnel können Menschen und Waren in beide Richtungen gelangen.
18:33 Uhr: El Baradei spricht in ein Megaphon, sagt: “Dies ist der Anfang vom Ende. Wir haben eine Kernforderung: Die Regierung muss zurücktreten.”
Die Odenwaldschule und Straffreiheit für Pädophile
Januar 30, 2011
Erich Wiedemann auf der “Achse des Guten” über die Odenwaldschule, das Pädophilen-Paradies, in dem Lehrer sich jahrelang an ihren Schülern vergriffen – ein lange totgeschwiegener Skandal:
“Der katholische Klerus hat wg. Schmuddelpfaffen und die Reformpädagogik wg. Odenwaldschulorgien tüchtig Watschen gekriegt. Ganz unabgewatscht blieb dagegen die „protestantische Mafia“ (Dahrendorf), die das große Schweigen über die Odenwald-Affäre orchestriert hatte. Richard von Weizsäcker-Hase, Vater eines Odenwaldschülers, wußte angeblich von nichts, obwohl die FR schon 1999 ganzseitig darüber berichtet hatte. „Zeit“-Chefin Marion Dönhoff, die mit Odenwaldschuldirektor Gerold Beckers Lebenspartner Hartmut von Hentig seit ostpreußischen Zeiten befreundet ist, ließ keine Zeile darüber in ihr Blatt. Ausgerechnet Mitwisserin Antje Vollmer, die fast zehn Jahre lang schuldvoll schwieg, präsidiert heute dem „Runden Tisch Heimkinder“, der den ganzen Schmutz aufarbeiten soll.
Man muß auch mal fragen dürfen, warum sich die hessische Staatsanwaltschaft erst im März letzten Jahres einschaltete – elf Jahre nach der FR-Veröffentlichung. Der Schoß ist fruchtbar noch: Prominente Mitglieder der „Humanistischen Union“ (HU) favorisieren weiterhin Straffreiheit für Sex mit Kindern (wenn die freiwillig mitmachen). Im HU-Beirat mit dabei: Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Renate Künast, Claudia Roth (früher auch Beate Uhse).”
Hinweis: Die Humanistische Union als Organisation hat sich von dem AHS (Arbeitskreis Humane Sexualität) vorsichtig distanziert, der Sex mit Kindern unter bestimmten Umständen straffrei stellen wollte. Fettungen und Verlinkung im Beitrag oben durch DW.
Ägypten: Al Jazeera verboten, berichtet weiter
Januar 30, 2011
Die Qualität und das journalistische Ethos von Al Jazeera klingen durch in einem Statement zu dem heutigen Entzug der ![]()
Arbeitsgenehmigung für die Journalisten des arabischen Senders. Die Sendeleitung teilt auf ihrer Website mit:
“Al Jazeera versichert seinen Zuschauern in Ägypten und in aller Welt, dass es seine in die Tiefe gehende und umfassende Berichterstattung über die Entwicklung in Ägypten fortsetzen wird.”
“Al Jazeera Journalisten haben unter großer Gefahr und unter ungewöhnlichen Umständen eine beispiellose Berichterstattung geliefert. Das Al Jazeera Network ist entsetzt über diese letzte Attacke des ägyptischen Regimes, den Schlag gegen die Freiheit der unabhängigen Berichterstattung über die beispiellosen Ereignisse in Ägypten.”
HIER kann man das englische Programm von Al Jazeera weiterhin live sehen, auch ab jetzt mit sicherlich besseren Informationen als bei ARD und ZDF.
UPDATE: AKTUELL SENDET AL JAZEER A LIVE AUS CAIRO
Al Jazeera deklassiert ARD und ZDF
Januar 30, 2011
Die Unruhen in Cairo halten an. Die Ägypter bestehen darauf, dass Mubarak verschwindet – Foto: Gallo / Getty
Die Zuschauer des von uns mit Milliarden finanzierten GEZ-Fernsehens müssen sich mit mageren Informationshappen über die Krise in Ägypten begnügen: Wenig informationshaltige Aufsager der Korrespondenten, Einspielung von Filmmaterial fremder Sender usw.
Klassiker: ARD-Korrespondent Jörg Armbruster, gestern in den ARD-Tagesthemen:
“Nun, betrachtet vom Balkon unseres Studios, wir sind hier im 13. Stock, wirkt die Stadt sehr ruhig, sehr still und ein
bisschen erschöpft nach den anstrengenden Tagen der letzten Woche. Die Menschen bleiben zu Hause, sie halten sich an die Ausgangssperre. Gelegentlich fahren Autos über die Brücke hinter mir. Wir hören gelegentlich Schüsse und auch die Rufe von Demonstranten, die immer noch unterwegs sind. Es sind dann aber kleine Gruppen, die von der Armee kaum wahrgenommen werden. Aber in den Straßen, in vielen Straßen, patroullieren Bürgerwehren, um sich gegen Plünderer zu verteidigen, denn die sind in vielen Stadtteilen immer noch unterwegs und die Armee hat ausdrücklich zu diesen Bürgerwehren aufgerufen.”
Das ist Desinformation statt Information und das einzige was erschöpft ist, ist der ARD-Korrespondent.
Anders Al Jazeera: Der arabische Sender lieferte bislang umfassende Information live. Nur wer diesen Sender sieht, ist wirklich informiert. Zum Beispiel über den aktuellen Blutzoll: 150 Tote, 400 Verletzte. Man sieht auch Bilder aus dem Ägyptischen Museum in Kairo, in das gestern Nacht Plünderer eingedrungen waren, bis verantwortungsvolle Ägypter sie stoppten.
Al Jazeeras Büros wurden bedauerlicher Weise allerdings soeben geschlossen – ein Sendeverbot, verhängt vom Informationsminister. Auf der Tagesschau-Website nachzulesen.
Jetzt wird es spannend sein zu beobachten, wie Al Jazeera dennoch weiterhin berichten wird.
Eines steht fest: Wer die Tagesschau guckt, bleibt außen vor, die Gebührenzahler lassen es sich bieten.
Davos: Unter Zwergen in den Bergen
Januar 30, 2011
Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, schreibt aus Davos über deutsche Politiker, die sich auch beim Gipfeltreffen in Davos nicht aus der zwergenhaften Nabelschau verabschieden können, das Forum nur nutzen, um ihre Botschaften zu platzieren und dabei sehr viel verpassen.
“Deutsche Politiker schlagen hier mit einer unglaublichen Ignoranz auf. Davos ist für sie Innenpolitik. Auch in Davos wird um jeden Millimeter Anerkennung gekämpft, der sich für Wahlkämpfe ausnutzen lässt. Es ist ein Tunnenblick – hier tummeln sich junge
Erfinder, Sozial Aktionen, Inder, Chinesen, Russen, alle offen, neugierig und aufgeschlossen, voller Geschichten, Ideen, Hoffnungen, auch Irrsinn und Utopie ist dabei. Aber deutsche Hartz-IV-Probleme erscheinen lächerlich vor den großen Herausforderung globaler Hungerepidemien, die hier auf der Tagesordnung stehen, der Neuerfindung der Mobilität, Veränderungen in Medizin, Kultur, Bildungsstrategien kurz: Dieses ganze riesige Panoptikum der Veränderung das die Welt erfasst und die Veränderung immer mehr beschleunigt.
Jetzt machen Berliner Politiker in Davos das, was sie auch zu Hause mit Sichtweise auf das Brandenburger Tor machen: Sie kochen im eigenen Saft und stehlen mit ihrer Nabelschau anderen Menschen die Zeit, statt sie auf Neues zu konzentrieren. Noch selten ist mir diese lächerliche Selbstbezüglichkeit deutscher Politik so klar geworden wie hier.”
Wie man in muslimischen Ländern Extremisten sieht
Januar 29, 2011
Diese Umfrageergebnisse wurden vom PEW Institut, USA, ermittelt. Die Tabelle stellt dar, wie viel Zustimmung Hamas, Hisbollah und Al Qaida in den jeweiligen Ländern erfahren.
Erdogans Vize in Davos: EU ist “christlicher Club”
Januar 29, 2011
Ali Babacan, Stellvertreter von Türken-Premier Recep Tayyip Erdogan, hat beim Gipfel in Davos die EU als “Christenclub” bezeichnet. Babacan wörtlich:
“Und einer der Hauptgründe warum die Türkei kein Mitglied der Europäischen Union werden kann ist der, dass sie ein christlicher Club ist. Und das ist aus unserer Sicht sehr, sehr gefährlich.” Bericht in Hürriyet Daily.
Berlin: 1000 Linksradikale randalieren gegen Hausräumung
Januar 29, 2011
Wieder ein Loch in der Berliner Haushaltskasse. Rund 650 Polizisten wurden heute durch rund 1000 Demonstranten stundenlang in Anspruch genommen, die gegen die Räumung eines Hauses demonstrierten. Es flogen Flaschen und Steine, einige Linkskrakeeler wurden festgenommen. Teil der Normalität im links-rot-grünen Berlin. Bericht in der Welt.
Pat Condell über die Gefährdung der Meinungsfreiheit
Januar 29, 2011
Der britische Internet-Star, Schriftsteller und Aktivist Pat Condell giftet in seinem neuesten Video gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Anlass für dieses Video ist eine Reihe von Prozessen in Europa gegen Menschen, die sich negativ über den Islam oder Aspekte des Islam geäußert haben. Condell nennt den Islam die “Religion des permanenten Beleidigtseins”. Hier eine bei weitem nicht vollständige Liste von Prozessen gegen Europäer, die sich des neuen Vergehens “Hate Speech” schuldig gemacht haben:
- Niederlande: Da ist der bekannteste Prozess gegen Geert Wilders, den Vorsitzenden der mittlerweile zweitgrößten niederländischen Partei, der demnächst fortgesetzt wird. Es ist ein politischer Prozess.
- Dänemark: Der Prozess gegen den dänischen Abgeordneten Jesper Langballe, der auf Ehrenmorde im Islam hingewiesen hatte. Langballe bekannte sich schuldig – Gründe hier.
- Dänemark: Der Prozess gegen Lars Hedegaard, Präsident der dänischen Free Press Society. Hedegaard hatte auf die Häufigkeit innerfamiliärer Vergewaltigungen im Islam hingewiesen und steht deshalb demnächst vor Gericht. Die Welt: Irgendwas ist faul im Staate Dänemark. Autor Henryk M. Broder sagte er für die Welt: “Der moderne Islamismus ist eine radikale Ideologie”. Melanie Philipps spricht hier von einer “dänischen Hexenjagd“
- Österreich: Hier steht die Anti-Scharia-Aktivistin Elisabeth Sabaditsch-Wolff, Vorsitzende der Bürgerbewegung Pax Europa, vor Gericht, die in vielen Medien des Landes verleumdet wurde – hier eine Richtigstellung des ORF. Sabaditsch-Wolf hatte gesagt: „Scharia ist ein absolutes Nein, wir wollen kein Gender-Apartheid, keine Ghettos, keine soziale und kulturelle Diskriminierung, keine Polygamie, keine Theokratie, keinen Hass…“










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