Ohne Kommentar

Januar 30, 2012

Henkel über dreiste Lügen bei der “Euro-Rettung”

Januar 30, 2012

Von Hans-Olaf Henkel

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass unsere Politiker, sieht man mal von ehemaligen DDR-Größen ab, jemals so unverfrorenen Etikettenschwindel betrieben haben, wie in ihrer Eurorhetorik. Das bisher eindrucksvollste Beispiel dafür ist die „Stabilitätsunion“, mit der die Umwandlung von einer Währungsunion erst zu einer Transferunion, dann zu einer Schuldenunion und schließlich zu einer Inflationsunion kaschiert werden soll. Es geht aber noch dreister.

Weiter in seiner heutigen Kolumne “Henkel Trocken” im Handelsblatt.

Verbandspräsident: Griechenland muss raus aus dem Euro!

Januar 29, 2012

“Ich fürchte, Griechenland wird man abschreiben müssen. Selbst wenn sie den Griechen 100 Prozent ihrer Schulden schenken, sind die in zehn Jahren wieder da, wo sie heute stehen. Die griechische Wirtschaft ist nicht wettbewerbsfähig, wenn sie den Euro behält. Deswegen glaube ich, dass es für die Griechen besser wäre, aus dem Euro rauszugehen. Es ist ein Irrsinn für sie, drin zu bleiben.”

Auszug aus einem Welt-Interview mit Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Er lebt in Rom.

Sarrazin: “Länderfinanzausgleich war ein ordnungspolitischer Fehler”

Januar 28, 2012

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat die anhaltende Förderung Berlins mit Milliarden in Frage gestellt. Das Land Bayern hat im Rahmen des Länderfinanzausgleichs im letzten Jahr 3,66 Milliarden Euro in die Umverteilung unter den deutschen Bundesländern gegeben. Berlin dagegen hat drei Milliarden Euro kassiert.

Im Interview mit der FAZ bezeichnet der einstige Finanzsenator in Berlin, Erfolgsautor Dr. Thilo Sarrazin (“Deutschland schafft sich ab“), die Einführung des Finanzausgleichs als “ordnungspolitischen Fehler”. Sarrazin fragt: “Warum sollten wir alle für das Lotterleben in der Hauptstadt aufkommen?”

Hans-Werner Sinn: Deutschland droht der Staatsbankrott

Januar 28, 2012

Hans-Werner Sinn (Foto), der Chef des renommierten ifo-Wirtschaftsinstituts, ist niemand, der leichtfertig Krisenszenarien ausmalt. Auch in der anhaltenden Diskussion um die Euro-Rettung gehörte er bislang, obwohl stets ein Mahner, nicht zu jenen, die gegen den Kurs der Bundesregierung gepoltert hätten.

Jetzt schreibt die in ihrer Berichterstattung stets verlässliche Wirtschaftswoche, Sinn befürchte einen deutschen Staatsbankrott. Das ist harter Tobak.

Die Bundesregierung plant laut WiWo, die sich auf Regierungskreise beruft, entgegen vorheriger gegenteiliger Beteuerungen,  der Ausweitung des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM von rund 500 Milliarden auf  785 Milliarden Euro zuzustimmen. Hintergrund: Immenser drohender Geldbedarf in Spanien und Italien, etwas wovor Experten schon seit vielen Monaten warnten. Laut dem Düsseldorfer Wirtschaftsmagazin benötigt allein Italien “von 2012 bis 2014 für die Altschuldentilgung und die Finanzierung seiner Haushaltsdefizite 450 Milliarden Euro, Spanien braucht im selben Zeitraum 270 Milliarden Euro.”

Hans-Werner Sinn hält dieses Engagement Deutschlands für kaum noch vertretbar:

„Die Finanzmärkte taxieren die Wahrscheinlichkeit für einen Staatsbankrott Deutschlands in den nächsten zehn Jahren schon jetzt auf zwölf Prozent, mit steigender Tendenz“, warnt Sinn. Zudem schmälerten weitere Hilfen die Bereitschaft der Krisenländer zu Reformen.

Was die Stärke Europas begründete

Januar 28, 2012

“Sie alle wollen ein Europa, das durch Größe und Zentralisierung im globalen Wettbewerb größere Skaleneffekte nutzen kann, und übersehen die hohen Integrations-. Transfer- und Haftungskosten, die anfallen würden und jetzt schon anfallen.

Und sie vergessen vor allem, dass es das polyzentrische, aber zugleich offene Europa war, das seinen wirtschaftlichen und kulturellen Erfolg begründete.”

Rainer Hank, Ressortleiter Wirtschaft bei der FAS, in der Wiener “Presse am Sonntag” vom 22. Januar 2012 – via Junge Freiheit

Türkei mit den meisten Menschenrechtsverletzungen

Januar 28, 2012

Obwohl die Türkei nur mit drei Prozent ihres Staatsgebietes zu Europa gehört und somit ein asiatisches Land darstellt, sieht Recep Tayyip Erdogans Partei AKP das Land als zu Europa gehörig. Doch die europäische Messlatte ist hoch, zum Beispiel bei den Menschenrechten. Hier trägt die Türkei die rote Laterne.

Sinn: Griechenland muss aus dem Euro raus

Januar 27, 2012

Wirtschaftsforscher Prof. Hans-Werner Sinn vom renommierten ifo-Institut im Interview mit der Rheinischen Post:

Lässt sich die europäische Schuldenkrise noch mit Griechenland in der Euro-Zone lösen?

Sinn Nein, dafür gibt es keinerlei Chancen. Griechenland muss um 30 Prozent billiger werden, wenn es seine Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen will. Das geht nur durch Austritt und Abwertung.

Bayern will Berlin vom Tropf nehmen

Januar 27, 2012

Die im Kern sozialistische, dirigistische  und ohne demokratische Mitwirkung der deutschen Bevölkerung exekutierte so genannte “Euro-Rettung” hat in Deutschland einen Vorläufer:  den Länderfinanzausgleich. Die reichen Länder “retten”die armen bzw. diejenigen, die schlecht wirtschaften und durch falsche Politik die Kosten treiben.

Chronischer Obernassauer ist die Bundeshauptstadt Berlin, die größten Geldgeber unter den Bundesländern sind Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, sowie zu einem geringen Teil Hamburg. Der wirtschaftlich überaus erfolgreiche Freistaat Bayern, den Peter Gauweiler (CSU) am liebsten von Brüssel und Berlin unabhängig machen möchte, blechte im letzten Jahr 3,66 Milliarden Euro für den Finanzausgleich, über die Hälfte der “umverteilten” Gelder. Berlin dagegen kassierte – mehr als drei Milliarden Euro!

Damit soll Schluss sein, sagt Söder, “Die Schmerzgrenze ist erreicht“. Bayern will Berlin vom Tropf nehmen, es könne nicht sein, dass die Alpen, Fulda und Freiburg die deutsche Hauptstadt finanzierten. Welt Online.

FAZ: Der Groll auf die arme Hauptstadt wächst

Union-Fraktionschef Kauder droht Griechen

Januar 27, 2012

Der Kampf gegen den Euro soll im Zweifelsfall die Demokratie außer Kraft setzen. Volker Kauder, Unionsfraktionschef, droht im Spiegel-Interview den Griechen mit einem von Brüssel oder den Euro-Staaten eingesetzten Kommissar, wenn die Auflagen der Geldgeber nicht erfüllt werden. Ein klares Indiz für das der Euro-Rettung innewohnende totalitäre Element. Angela Merkel sitzt in der Falle der eigenen Politik.

Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatts, hatte soeben die kaum bestreitbare Feststellung getroffen: “Wenn wir uns für das Prinzipielle entscheiden, wird man uns im Ausland zu Recht Überzeugungstäter nennen. Die Betonung wird dann allerdings auf Täter liegen.”

Spiegel Online:

“Griechenland kämpft gegen die Pleite – und in der Koalition wächst der Unmut über den Euro-Schuldensünder. “Trotz all der Hilfspakete hat sich anscheinend in dem Land nur sehr wenig grundlegend gebessert”, konstatiert Unionsfraktionschef Volker Kauder. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE fordert der CDU-Politiker, den Druck noch einmal zu erhöhen. Kauder droht mit einem Stopp weiterer Milliardenhilfen, sollten die Griechen die Auflagen der Geldgeber nicht erfüllen. “Ihnen muss klargemacht werden: Geld gibt es nur, wenn das Land straff geführt wird – notfalls bis hin zu einem Staatskommissar, der von der EU oder den Euro-Staaten eingesetzt wird”, sagt Kauder. “Wir können nicht immer nur Geld geben, ohne dass sich etwas ändert.”

Weiter hier.

Philipp Rösler: Griechenland soll deutsche Solidarität zurückzahlen

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