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Die Doppelmoral des Herrn Wulff

9. Januar 2012 by

Im heute erschienenen Spiegel dokumentiert das Nachrichtenmagazin, welche moralischen Maßstäbe Noch-Bundespräsident Christian Wulff bei anderen Politikern anlegte und wie er sich zu finanzieller Transparenz bei Politikern äußerte.

Hält man die Fülle seiner Verfehlungen dagegen, wird die Doppelmoral des Schloss Bellevue-Bewohners deutlich.

“Der Staat muss sich Politiker erlauben, die finanziell in der Lage sind, Autos und Reisen selber bezahlen zu können”

Der Spitzenkandidat der niedersächsischen CDU 1993 vor Journalisten in Hannover

Es fehle “eine Grundsensibilität, dass man Dienstliches und Privates relativ strikt trennt, dass man fließende Übergänge mit äußerster Vorsitz behandelt. Es muss jeder Ansatz von Korrumpierbarkeit schon im Ansatz verhindert werden”.

Wulff 11999 im Deutschlandfunk zu den Motiven des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski (SPD), dessen Hochzeitsfeier von Bierbrauern gesponsert wurde.

“Wir dürfen nicht in die missliche Lage kommen, dass wir die neuesten Details aus den Medien erfahren.”

Wulff am 10. Jnauar 2000 im “Handelsblatt” über die Informationspolitik von Ex-Kanzler Helmut Kohl in der Parteispendenaffäre.

“Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann.”

Wulff im Jahr 2000 zur Flugaffäre des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau

“Es muss der Anschein vermieden werden, dass es Interessenskollisionen gibt.”

Wulff 2006, als Gerhard Schröder nach Ende seiner Kanzlerschaft Aufsichtsratschef des deutsch-russischen Pipeline-Konsortiums wurde

“Was privat ist, muss privat gezahlt werden.”

Wulff 2009 zur Dienstwagen-Affäre der damaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt

One Response to Die Doppelmoral des Herrn Wulff

  1. Kundengeheimnis

    Ein Mensch mit eigenem Erlebnis,
    kommt ohne Zweifel zum Ergebnis,
    dass die, die man „First Lady“ nennt,
    er schon aus früheren Zeiten kennt,
    auch das Milieu, dem sie entstiegen.
    Doch ist er ängstlich und verschwiegen,
    denn würde er die Wahrheit sagen,
    man würde ihn sofort verklagen.

    Helmut Zott

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