Herzlichen Glückwunsch, Herr Schiller!
November 9, 2009
Morgen jährt sich der 250. Geburtstag von Friedrich Schiller, Deutschlands größtem Dichter. Die wenigsten Deutschen dürften über das Auswendiglernen der “Glocke” hinausgekommen sein. Dennoch ist Schiller heute noch in aller Munde. Hier eine kleine Auswahl O-Ton Schiller, bei der man sich heute fragt, warum er sich neben Goethe wie ein kleiner Wicht vorkam.
Die Jungfrau von Orleans:
Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
Wie kommt ein solcher Glanz in meine Hütte?
Wallenstein:
Das Wort ist frei, / Die Tat ist stumm, der Gehorsam blind.
Und setzet ihr nicht das Leben ein, / Nie wird euch das Leben gewonnen sein.
Die Piccolomini:
Spät kommt Ihr – Doch Ihr kommt!
Was ist der langen Rede kurzer Sinn?
Das eben ist der Fluch der bösen Tat, / Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären. [mehr...]
Lesenswert: Stern interviewt Harald Schmidt
April 18, 2009
Der Stern, ein Magazin ständig wechselnder Qualität, hat wieder einmal etwas Lesenswertes
produziert: ein Interview mit Harald Schmidt. Der intellektuelle TV-Kasper läßt allerlei kluges Zeug vom Stapel.
Schmidt, der demnächst ohne Pocher wieder auf den Bildschirm kommt, über Merkel und das grüne Sakko des Merkel-Gemahls, Michelle Obamas Oberarme, Klatten-Erpresser Helg Sarbi, die angebliche Wirtschaftskrise, seine Rolle im Fernsehen und die ausgelaufene Zusammenarbeit mit dem Pointen-Strolch Pocher.
Foto: Stern, Volker Hinz
Hymnus auf die Bankiers – Erich Kästner
Februar 5, 2009
Wenn man liest, was Erich Kästner 1929 über Banker schrieb, fragt man sich natürlich: Was würde der Mann heute zu Papier bringen?
Der kann sich freuen, der die nicht kennt!
Ihr frag noch immer: Wen?
Sie borgen sich Geld für fünf Prozent
und leihen es weiter zu zehn.
Sie haben noch nie mit der Wimper gezuckt,
Ihr Herz stand noch niemals still.
Die Differenzen sind ihr Produkt.
(Das kann man verstehn, wie man will.) [mehr...]
Henryk M. Broder und Kai Diekmann: Ablästern auf ARTE
Januar 11, 2009
Vormerken: Im Rahmen der Reihe “Durch die Nacht mit…” ist der streitbare Autor Henryk M. Broder Gastgeber für BILD-Chef Kai Diekmann. Die beiden Journalisten nehmen gemeinsam Termine wahr, essen, ziehen durch Berlin.
Ein Freund hat die Sendung schon gesehen (Presse-DVD) und rät dringend, zuzuschauen: “Tierisches Ablästern über die Gutmenschen der Republik – gelacht ohne Ende”.
ARTE, Donnerstag, 22. Januar, 23:40 Uhr
Gewaltmarsch mit Henryk M. Broder
Dezember 1, 2008
Die Berliner Morgenpost hat mit Autor Henryk M. Broder (Foto) einen Spaziergang unternommen und dabei einiges aus ihm herausgefragt. Auszug:
Henryk M. Broder hat ein neues Buch geschrieben. Es heißt “Kritik der reinen Toleranz”. Für den Berliner wjs-Verlag von Wolf Jobst Siedler junior ein weiterer Bestseller nach “Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken”. Das neue Werk aus Broders Schriftstellerei, das ihm jetzt für ihn so ungewohnten Zuspruch einbringt, ist ein Plädoyer gegen die Toleranz. “Ich halte Toleranz für keine Tugend, sondern für eine Schwäche – und Intoleranz für ein Gebot der Stunde”, sagt er. Das sitzt! [mehr...]
Monty Python’s Eric Idle: “Political Correctness stammt direkt vom Stalinismus ab”
November 23, 2008
Im Spiefilm “Das Leben des Brian” hing er am Kreuz und sang “Always look at the bright side of life”. Sein aktuelles Musical “Spamalot”, basierend auf “Der Ritter der Kokosnuss”, feiert Erfolge in New York, London und Barcelona und kommt im Januar nach Köln. Im Interview aus diesem Anlass in der Süddeutschen Zeitung umreißt Eric Idle, der Ex-Monty Phyton-Mann, sein Verständnis von Humor.
Auszüge:
“Politisch korrekt denkende Leute haben gelernt, dass sie über bestimmte Themen nicht laut lachen dürfen. Mich hat es schon immer gereizt, politisch korrekte Angelegenheiten zu durchkreuzen. Comedy muss wild sein. Revolutionär. // Was ist so furchteinflößend daran, wenn die Leute über einen lachen? Es ist doch auch eine Form von Terror, wenn man Witze über religiöse Themen verbietet, finde ich. // Es gibt natürlich Themen, über die es sich von selbst verbietet, Witze zu machen, etwa Behinderungen. // Aber ich hasse Political Correctness. Witze über bestimmte Themen verbieten? Das ist eine kommunistische Art, mit Kritik umzugehen. Ich glaube, Political Correctness stammt direkt vom Stalinismus ab.”
Das komplette Interview mit Idle (65), der in Kalifornien lebt, lesen Sie hier, im Kulturteil von sz-online. Nachdenklich macht der Rückblick auf die Reaktionen auf “Das Leben des Brian” – in Ländern wie den USA, Norwegen und Großbritannien war die Aufführung wegen Blasphemie verboten worden.
BILD-Wagner über “Feuchtgebiete”-Roche
April 18, 2008
Franz-Josef Wagner, Kolumnist in BILD – oft genial, gelegentlich fatal daneben. Heute über Ex-Viva-Plaudermäulchen und Buchautorin Charlotte Roche (30, “Feuchtgebiete”), die mit Fäkalkram offensichtlich den Massengeschmack trifft, was einen sehr nachdenklich machen sollte.
Wagner: “Es geht um Ausscheidungen, Kot, Urin, Sperma, Schweiß, Onanieren, Körperbehaarung, Muschiflora. Ihre Hauptaussage ist: Nicht waschen – stinken. Sie sagen, dass Sie Penisse und Muschis durch die Hose riechen wollen.” (…) “Ich sehne mich nach den wohlriechenden Frauen.”
Hier geht’s zur Kolumne von FJW.
Vanity Fair: “Jetzt will ich Pornos drehen“



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