Sarrazin: Deutschland lebt immer mehr von der Substanz
Januar 9, 2012
Dr. Thilo Sarrazin – anderthalb Jahre nach seinem Million Seller “Deutschland schafft sich ab” kommt das Buch mit neuem Vorwort als Paperback. Aus dem Anlass gab Sarrazin der WELT ein langes Interview. Auszug:
Welt Online: Sie sagen in Ihrem Buch, Deutschland lebt schon eine Weile von der Substanz. Noch immer?
Sarrazin: Immer mehr. Sowohl qualitativ wie quantitativ. Es wächst nicht genug Brain Power nach, und was die Sozialisation angeht, die Einstellung zur Arbeit, zur Leistung, geben wir uns auch mit immer weniger zufrieden.
Welt Online: Haben Sie noch irgendein Verhältnis zu Sigmar Gabriel?
Sarrazin: Nein. Gar nichts. Null. Wissen Sie, wenn man mal mit einem Menschen durch ist… Erst hat er mir gegenüber den Eindruck erweckt, als stünde er auf meiner Seite. Und anderthalb Stunden später will er mich aus der Partei rausschmeißen.
PAZ, JF & Co. – Konservative Kost
April 13, 2011
Für Wilhelm von Gottberg, den kommissarischen Chefredakteur der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ (PAZ), ist die Sache klar: Die ‚PAZ’ gehört nicht zur Vertriebenenpresse“. Aus dem Kreis der Vertriebenenzeitungen hat es in der Tat nur das ehemalige „Ostpreußenblatt“ zu einer „richtigen Wochenzeitung“ geschafft. Von 1950 bis 2003 trug das in Hamburg erscheinende offizielle Organ der Landsmannschaft Ostpreußen den Namen „Ostpreußenblatt“. Seit Anfang 2010 kann man die Zeitung an etwa 1.000 Verkaufsstellen im ganzen Land erwerben. „Die ‚Junge Freiheit’
spricht eher das rechtsintellektuelle Milieu [mehr...]
Der Pups des kleinen Stinkers
Dezember 27, 2010
Publizist Henryk M. Broder, gerade vom Spiegel zur Welt-Gruppe gewechselt, stellt Verleger Jakob Augstein, den Erben des verstorbenen Spiegel-Gründers, in die Giftgrantler-Ecke, wo er hingehört. Augstein hatte in seinem “FREITAG”-Blog darüber gewütet, dass die FAZ Thilo Sarrazin ein so großes Forum für seine Abrechnung gab. Ein kleiner Stinker pupst gegen eine große Zeitung, nennt Sarrazin einen “gewohnheitsmäßigen Lügner”. Broder stellt das klar und Sarrazin sollte eine Klage erwägen. Gut zu lesen.
Dieser Beitrag auf “Zettels Raum” entlarvt die Dämlickeit der Aussagen in der Augstein-Polemik.
Rekord-Chefredakteur bei BILD: Glückwunsch, Kai Diekmann!
Dezember 27, 2010
BILD ist der Panzerkreuzer in der Flotte der deutschen Tageszeitungen: mehr als drei Millionen Auflage, Headlines, die aufregen, höchste Politik- und Sportkompetenz, Enthüllungen und Klartext-Kampagnen – das ergibt eine mächtige tägliche Bugwelle.
Die BILD-Zeitung zu führen ist ein anspruchsvoller Job, womöglich der herausfordernste, den der Journalismus in Deutschland zu bieten hat. Hauptgrund dafür ist der Kampf um den Leser am Kiosk, in dem die Headlines den Köder bilden. Die Abschätzung der Wirkung dieser Schlagzeilen ist eine weitere tägliche Verantwortungslast.
Ich kenne fünf Männer, die Chefredakteure bei BILD waren, habe mit zwei von ihnen längere Zeit gearbeitet. Kai Diekmann (48/Foto) ist der entspannteste Macher unter ihnen. Er hat Bild entschlackt und mehrheitsfähig gemacht, ohne Bild auf mainstream zu trimmen – Deutschlands größte Zeitung gilt nur noch verbohrten 68er Würstchen als Schmuddelblatt.
Das Springer-Schlachtschiff ist neben der FAZ wichtigstes tägliches Printmedium. Dank der frühzeitigen und konsequenten Übertragung der Marke Bild ins Web steigen Reichweite und wirtschaftlicher Erfolg.
Der Chefsessel des Springer-Topmediums ist ein heißer Stuhl. Kai Diekmann besetzt ihn seit zehn Jahren und ist jetzt der längstgediente BILD-Chef aller Zeiten und zudem seit sechs Jahren Herausgeber. Herzlichen Glückwunsch dazu.
In diesen Zeiten reicht es nicht, einfach ein gutes Blatt zu machen, man muss die Medienklaviatur beherrschen. So inszenierte Kai Diekmann sich meisterhaft als Power-Blogger, filmte Promis auf Partys dafür, lieferte sich einen beschmunzelten Zoff mit der taz, zog mit Henryk M. Broder für einen TV-Beitrag über den Kiez und debütierte jüngst als Cameo in einem Dittsche-Kultbeitrag über die iPad-App von Bild. Diekmann schrieb ein gesellschaftskritisches Buch (“Der große Selbstbetrug”) und gab mit dem mittlerweile verstorbenen Künstler Jörg Immendorff eine Bibel heraus.
Der Branchendienst satundkabel hat eine Würdigung, die ihm und dem Blatt ganz gut gerecht wird.
ARD und ZDF suhlen sich weiter in Gebührengeldern – in Holland müssen Öffentlich-Rechtliche 20 Prozent einsparen
Dezember 16, 2010
Uns, den deutschen TV-Zuschauern und Radiohörern, darf der Staat für die uns per Gesetz zwangsverabreichten öffentlich-rechtlichen Medien ab dem 1. Januar 2013 noch stärker in die Tasche greifen als bisher – mit “Beiträgen” pro Haushalt, pro Büro, pro Dienstwagen. Das haben die Ministerpräsidenten der Länder gestern mal eben so durchgewinkt.
Unsere wahlweise verantwortungslosen oder mit einem hohen Maß an Gleichgültigkeit geschlagenen Volksvertreter, quer durch alle Parteien, sehen offensichtlich keinen Bedarf, den Damen und Herren Intendanten
- das Gründen immer weitererer Splittersender zu untersagen
- das Überschwemmen des Internet mit immer wieder neuen Inhalten zu verbieten
- und, vor allem, Kosten zurückzufahren wie in jedem anderen Wirtschaftszweig üblich
Öffentlich-rechtliches Fernsehen und Rundfunk – für alle Beteiligten heißt das: hohe Gehälter, Laissez Faire bei der Arbeit, traumhafte Pensionen und fröhliches Geldverbrennen auf hohem Niveau. Keiner schlägt dazwischen. Erfreulich, wenn man heute aus den Niederlanden hört, dass dort das öffentlich-rechtliche Fernsehen gezwungen wird, 20 Prozent einzusparen. Noch viel weiter gehen die Ungarn.
Bei uns dagegen darf weiter als normal gelten, dass allein der WDR über 4000 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste führen darf und dafür jährlich mehr als eine Milliarde Euro verpulvert und dass dessen Intendantin Monika Piel jährlich satte 308.000 Euro einstreicht. Dazu muss man wissen, dass Deutschlands erfolgreichster Sender RTL mit 500 festangestellten Mitarbeitern auskommt und zahlreiche Funktionen, so die News, ausgescourced hat.
Wie unsere öffentlich-rechtlichen Medienmacher unser Geld verbrennen, können Sie u.a. hier und hier nachlesen.
Hartaberfair: Die Sarrazin-Runde – LIVETICKER – 82 % der Zuschauer pro Sarrazin
September 1, 2010
Thilo Sarrazin zu Gast bei Hartaberfair. Dabei: Michel Friedman, Prof Arnulf Baring, Moderatorin Asli Sevindim (WDR) und SPD-Sozialexperte Rudolf Dreßler.
Baring: “Ich habe mich gewundert, dass so viele Leute sich negativ geäußert haben, ohne das Buch gelesen zu haben. Wir haben so viele Tabuthemen in Deutschland… es geschieht nichts. Die Entschlossenheit der Politik sich über die Haltung der Bevölkerung hinwegzusetzen ist ja bemerkenswert.”
Sarrazin: “Bundesbanker ist ein Amt auf Zeit, es ist begrenzt, wie es begrenzt ist, wird sich zeigen. Ich bin nicht hier als Bundesbanker sondern als Autor.”
Frank Plasberg weist auf 2000 mails an die SPD-Parteizentrale hin, wovon 90 Prozent pro Sarrazin gewesen seien
Rudolf Dreßler: Methoden und Rhetorik Sarrazins seien unakzeptabel. Zitiert Gabriel: Es gehe nicht um Inhalte des Buches sondern um begleitende Äußerungen des Autors: Alle Juden hätten ein Gen.
Sarrazin erklärt, er habe vom Kanzleramt erfahren, dass es keine Details über einzelnde Migrantengruppen gebe, das könne “einen falschen Eindruck geben”. Alle Migranten, Osteuropäer, Rußlanddeutsche, EU-Migranten nach einer Generation keine Probleme hätten, außer muslimischen Migranten aus der Türkei und arabischen Ländern. Da war ein klarer, krasser Unterschied und zum Teil ziehen sich die Probleme in die dritte Generation und verstärken sich sogar. [mehr...]
bild.de: Interview mit Direktorin der islamisch dominierten Hauptschule in Essen-Karnap
Juli 22, 2010
bild.de: Interview mit der Direktorin der von islamistischem Geist durchwehten Hauptschule in Essen-Karnap
Daily Mail: Burkini-Trägerinnen in Frankreich aus dem Schwimmbad geflogen
Berliner Kurier: Araber greift Polizisten mit abgebrochener Bierflasche an
nachrichten.ch: Radikaler Muslim nach Morddrohung gegen South Park Team festgenommen
Salzburger Nachrichten: Muslimischer Geschäftsmann übernimmt Strafen für französische Burkaträgerinnen
Political Correctness weicht auf: Stern über Scharia
Juli 9, 2010
Hundert Peitschenhiebe für vorehelichen Geschlechtsverkehr, die Ehe mit 13-jährigen Mädchen oder das Einsperren von
Frauen im Haus – die radikale Umsetzung des islamischen Rechts der Scharia hat viele Gesichter. Das Magazin “Stern” berichtet darüber in seiner aktuellen Titelgeschichte ebenso wie über den zunehmenden Widerstand.
Man gewinnt den Eindruck, als verschiebe sich das Wahrnehmungsmuster in den Medien zusehends. Immer öfter werden Zustände beim Namen benannt und – von wenigen Inseln der Political Correctness wie den Redaktionen von ZEIT und SZ abgesehen – immer mehr Medien berichten die Wahrheit über den Islam und seine schrecklichen Regelwerke.
Wolfram Weimer: Focus ohne “Fakten, Fakten, Fakten”
Juni 22, 2010
Der neue Chefredakteur des Focus, Wolfram Weimer (45), will weg von “Fakten, Fakten, Fakten”. Diese seien ins Internet abgewandert, sagte Weimer, der bisher die konservative Zeitschrift Cicero verantwortet hat. Jetzt gehe es um “Relevanz, Relevanz, Relevanz”. Bericht über seine Antrittsrede bei meedia.de.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Schiller!
November 9, 2009
Morgen jährt sich der 250. Geburtstag von Friedrich Schiller, Deutschlands größtem Dichter. Die wenigsten Deutschen dürften über das Auswendiglernen der “Glocke” hinausgekommen sein. Dennoch ist Schiller heute noch in aller Munde. Hier eine kleine Auswahl O-Ton Schiller, bei der man sich heute fragt, warum er sich neben Goethe wie ein kleiner Wicht vorkam.
Die Jungfrau von Orleans:
Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
Wie kommt ein solcher Glanz in meine Hütte?
Wallenstein:
Das Wort ist frei, / Die Tat ist stumm, der Gehorsam blind.
Und setzet ihr nicht das Leben ein, / Nie wird euch das Leben gewonnen sein.
Die Piccolomini:
Spät kommt Ihr – Doch Ihr kommt!
Was ist der langen Rede kurzer Sinn?
Das eben ist der Fluch der bösen Tat, / Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären. [mehr...]



Aktuelle Kommentare
Letzte Artikel